25-Millionen-euro-blitz: tresoldi jagt bundesliga-topklubs

Der Transfermarkt zittert – und Nicolò Tresoldi lacht. 48 Spiele, 17 Tore, ein Doppelpack gegen Barça: Der 21-Jährige hat Belgien erobert und schickt jetzt die Rechnung nach Deutschland. 25 bis 30 Millionen Euro verlangt Brügge für den ehemaligen Hannoveraner. Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund haben bereits zugegriffen – wenn auch nur mit dem Zugriff auf den Zettel.

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Christian Kofane könnte im Sommer die Werkself verlassen, Serhou Guirassy schwankt zwischen BVB-Liebe und arabischem Megagehalt. In beiden Klubbüros steht derselbe Name auf der Ersatzliste: Tresoldi. Die Ablöse wäre für deutsche Verhältnisse happig, doch die Zeiten, in denen Talente für Kleingeld wechseln, sind vorbei. Wer jetzt zögert, zahlt später drauf.

Der Stürmer selbst betreibt keinen offenen Lobbyismus, aber seine Tore sprechen eine deutliche Sprache. In der Champions League traf er gegen Atlético und Barcelona – keine Testspieltreffer, sondern Knaller im Rampenlicht. Sein Marktwert explodierte von 3 auf 25 Millionen innerhalb eines Jahres. Die Kurve zeigt nicht nach oben, sie schießt senkrecht.

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Während Bundesligascouts Aktenordner füllen, ringen zwei Nationalverbände um sein Herz. Geboren in Cagliari, qualifiziert für Italien, verwurzelt in Deutschland, geliebt in Argentinien. Die italienische Federazione hat bereits heimliche Gespräche geführt, der argentinische Verband soll via WhatsApp Sturm treiben. Tresoldi blockt ab: „Ich habe mit niemandem aus Italien gesprochen.“ Aber er schweigt zu Argentinien. Ein kleines Schweigen kann im Nachhinein laut werden.

Für den DFB ist die Situation ein Alarmstufe-Rot-Fall. Wer einen 21-jährigen 17-Tore-Mann vor der Haustür hat und ihn ziehen lässt, darf sich nicht wundern, wenn das nächste Achtelfinal-Aus folgt. Hansi Flick und sein Staff haben Tresoldi laut Insidern auf dem Schirm, aber der Zug rollt. Wenn er erst in Mailand oder Buenos Aires landet, wird die deutsche Fußballrepublik wieder einmal debattieren, warum Talente immer weglaufen.

Die nächsten beiden U21-Länderspiele sind kein Jugendkräftemessen, sondern eine Audienz. Trifft Tresoldi, schreien die Preise noch lauter. Verpasst er, ziehen die Scouts trotzdem ihre Berichte hoch. Die 25 Millionen sind längst kein Paukenschlag mehr, sondern der Einstiegspreis für einen Europacup-Stürmer. Wer ihn will, muss jetzt klingeln – sonst klingelt morgen jemand anders.

Für Tresoldi heißt es: Tore schießen, Preise treiben, Herzen öffnen. Den Rest erledigt der Markt. Und der frisst keine Zeit, der schluckt Karrieren.