Spitzenreiter bietigheim walzt ferndorf nieder – dresden rutscht auf

Ein Wochenende, das die 2. Handball-Bundesliga auf den Kopf stellt: SG BBM Bietigheim schraubt die Siegesserie auf zehn Spiele, der 1. VfL Potsdem demoliert Nordhorn und Dresden schlägt Coburg dank einer zweiten Halbzeit, die unter die Haut geht.

Am Freitag schon war klar: Wer die Play-offs will, muss Tempo machen. Potsdam machte vor, wie das geht – 34:23 gegen Nordhorn, Nils Fuhrmann warf acht Tore, die Gäste führten keine Sekunde. Der VfL springt auf Platz drei, zwei Punkte hinter Bietigheim, das am Samstag mit dem nächsten Schaulaufen aufwartete.

Bietigheim dreht auf 14:6 auf – ferndorf kassiert die nächste klatsche

5:14 nach 15 Minuten, 22:15 zur Pause, 39:28 am Ende. Die Zahlen sprechen eine Sprache: Bietigheim spielt sich in einen Rausch, Ferndorf verliert den Faden schon im Warm-up. Kasper Haugen Furu und Tim Roman Wieling treffen neunmal, der TuS N-Lübbecke schlägt gleichzeitig in Lübeck auf und rückt dank 31:27 punktgleich mit dem VfL auf Rang fünf nach.

Die Eulen Ludwigshafen dagegen bleiben hängen. In Balingen klappt nur die erste Halbzeit, dann setzt HBW einen 5:0-Lauf, später nochmal 4:0 – 31:24, Abstiegsdruck statt Aufstiegsduft.

Krefeld fehlt ein wurf – dessau zittert sich zum 32:31

Krefeld fehlt ein wurf – dessau zittert sich zum 32:31

Die HSG Krefeld wähnte sich auf der Zielgeraden im Aufstiegsrennen, doch Philip Ambrosius wird zur Mauer. 28:28 in der 53., dann 31:30 für Dessau – und zehn Sekunden vor Schluss wirft Yannick-Marcos Pust den Siegtreffer. Ein Tor Unterschied, null Punkte für Krefeld. Die Tabellenmittel justieren sich neu, der Abstieg rückt ein Stückchen näher.

In Dresden dagegen jubelt man lautstark. 16:14-Rückstand zur Pause, Marin Lisac wirbelt durch die Kreise, doch die HCE-Deckung schaltet nach dem Seitenwechsel zwei Gänge höher. 32:29 gegen Coburg – zwei Zähler, die am Ende der Saison vielleicht über Auf- oder Abstieg entscheiden.

Die Meisterfrage bleibt offen, die Abstiegszone enger. Kein Spieltag ohne Drama – und schon am Mittwoch geht es mit dem Nachholspiel Bietigheim gegen Hagen weiter. Dann zeigt sich, ob die Serie bei Elf hält oder der VfL doch noch ein Wörtchen mitredet.