Sperre halbiert: dzeko darf in darmstadt mitjubeln – schalke spart 20.000 euro
Die Revier-Knappen dürfen aufatmen: Edin Dzeko sitzt am Samstag nicht wie befürchtet auf der Tribüne, sondern kann im Top-Spiel bei Darmstadt 98 mitwirken. Das DFB-Sportgericht kippte die ursprüngliche Zwei-Spiele-Sperre und reduzierte sie auf ein Spiel plus 20.000 Euro Geldstrafe.

„Ungeschicklich, nicht rücksichtslos“ – das urteil im wortlaut
Richter Stephan Oberholz sprach von einem „Sonderfall“. Die Videobeweise zeigten laut Gericht keine bewusste Attacke gegen Hannovers Husseyn Chakroun, sondern eine „unglückliche Bewegung mit niedriger Intensität“. Schiedsrichter Dr. Robin Braun bestätigte vor Ort, dass Gelb ebenfalls vertretbar gewesen wäre. Für Schalke ist das ein Millimeter-Sieg: Der Tabellenführer darf seine Tormaschine im Aufstiegs-Endspiel einsetzen.
Die Entscheidung fiel knapp. Sportvorstand Frank Baumann reiste mit Anwalt Christoph Schickhardt an, Dzeko schaltete sich aus Sarajewo dazu. „Wir haben argumentiert, dass Edins Bewegung keine Gesundheitsgefährdung darstellt“, sagte Baumann nach der Verhandlung. Das Gericht folgte – und verhängte stattdessen nur noch eine Gelb-Rot-Äquivalenz.
Die Folge: Dzeko fehlt lediglich im Heimspiel gegen Nürnberg, nicht aber im Sechs-Punkte-Gipfel in Darmstadt. Mit einem Sieg könnte Schalke die Spitze auf fünf Punkte ausbauen und dem Aufstieg einen weiteren Schritt näher kommen.
Die Fans reagierten erleichtert. Auf Social Media kursiert bereits das Hashtag #DzekoInDarmstadt. Die Karten für das Spiel am Samstag um 20.30 Uhr sind restlos ausverkauft. Die Stadt an der Bergstraße wird blau-weiß – und Dzeko mittendrin statt nur dabei.
