Spanischer fussball: veteranen-bund rebranding als 'siempre futbolistas'

Madrid bebt – zumindest im kleinen Kreis der spanischen Fussballlegenden. Der spanische Verband der Fussballveteranen (FEAFV) hat sich neu erfunden und präsentiert sich ab sofort unter dem Namen 'Siempre Futbolistas'. Ein Wechsel, der mehr als nur ein neues Logo bedeutet, sondern eine strategische Neuausrichtung im Dienste des spanischen Fussballs.

Die neuausrichtung: mehr als nur ein name

Die neuausrichtung: mehr als nur ein name

Die Entscheidung für den neuen Namen fiel während der kürzlich in Madrid abgehaltenen Jahreshauptversammlung. Im Rahmen des 'Torneo Solidario – Campeonato de España de Leyendas' in Alcobendas, wo Valencia den Titel entführte, wurde der neue Markenauftritt offiziell vorgestellt. Roberto Solozábal, der als Ex-Spieler von Atlético eine beeindruckende Karriere vorweisen kann und nun den Verband führt, betonte, dass die Umbenennung dazu diene, das Erbe der spanischen Fussballspieler zu bewahren und die Verbindung zu den einzelnen Vereinen zu stärken. Es geht darum, die Erfahrung und das Wissen der Veteranen zu nutzen – ein unerschöpflicher Pool an Expertise, der im spanischen Fussball oft unterschätzt wird.

Die Strategie geht weiter: Neben dem reinen Branding präsentiert 'Siempre Futbolistas' gleich vier neue Arbeitsbereiche. Da ist zunächst die Fortsetzung der 'Talleres de Reminiscencia', einer Initiative in Zusammenarbeit mit der Fundación LaLiga, die den Fussball als therapeutisches Mittel für ältere Menschen mit kognitivem Abbau einsetzt. Ein Projekt, das zeigt, dass der Verband das soziale Engagement ernst nimmt. Die Erweiterung der sozialen Initiativen rund um die spanische Veteranenmeisterschaft ist ein weiterer Baustein. Diese Meisterschaft dient fortan noch stärker als Plattform, um die Ex-Profis in den Fokus zu rücken.

Doch es wird auch an die Jugend gedacht. Geplante Bildungsangebote sollen junge Menschen mit den Werten des Sports und gesunden Lebensgewohnheiten vertraut machen. Und das Highlight: Die Einführung von 'Walking Football' in Kooperation mit der Real Federación Española de Fútbol (RFEF). Diese Variante, die von der UEFA gefördert wird, ermöglicht es auch älteren Menschen, aktiv zu bleiben und die Freude am Fussball zu erleben. Die UEFA sieht im 'Walking Football' eine Möglichkeit, die Sportbeteiligung im Alter zu fördern – eine Idee, die auch in Spanien auf offene Ohren stößt.

Solozábal machte in seiner Rede deutlich, dass der Verband eine Brücke zwischen den Ex-Spielern, den Vereinen, den Sportverbänden und den öffentlichen Institutionen schlagen will. Die bestehenden Partnerschaften mit Fundación LaLiga und RFEF sollen weiter ausgebaut werden, um die notwendige institutionelle Unterstützung zu sichern. Die FEAFV vereint 56 Associations von Ex-Spielern aus ganz Spanien und verbindet sportliche Aktivitäten mit sozialen, pädagogischen und gesundheitlichen Projekten.

Die Neuausrichtung ist kein reiner Marketing-Gag, sondern ein Signal: 'Siempre Futbolistas' will im spanischen Fussball eine wichtige Rolle spielen – als Sprachrohr der Veteranen und als Motor für soziale und sportliche Innovationen. Die Zahl der über 50 Associations im Verband unterstreicht die Relevanz und das Potenzial dieses Neuanfangs.