Spanische golfhoffnungen: us-ausbildung wird zum sprungbrett
Madrid bebt – zumindest im spanischen Golfsport. Denn vom 28. bis zum 30. Juli treffen sich angehende Talente und ihre Familien im Centro Nacional de Golf zu einem intensiven Bildungsprogramm, das von der Federación Española de Golf unterstützt wird und von einigen der renommiertesten College-Golf-Trainer der USA geleitet wird. Das Ziel: Den Weg in die amerikanische Golfschmiede zu ebnen und die mitunter undurchsichtigen Strukturen des Rekrutierungsprozesses zu lüften.

Die ncaa als sprungbrett für die profikarriere
Die Tradition, die Ausbildung im US-amerikanischen College-Golf zu absolvieren, ist in Spanien längst kein Geheimnis mehr. Spieler wie Jon Rahm, Alejandro del Rey oder Carlota Ciganda haben eindrucksvoll bewiesen, welche Türen sich durch diesen Weg öffnen können. Doch der Prozess ist oft komplex und einschüchternd – ein Umstand, den Gonzalo Fernández-Castaño, der Initiator dieses außergewöhnlichen Camps, beseitigen möchte. Er betont, dass der Sprung über den Atlantik einfacher sei, als viele denken und dass deutlich mehr Spieler als bisher durch Stipendien unterstützt werden könnten.
Das Camp bietet eine einzigartige Kombination aus Wettkampf (Stroke Play), Trainingssessions und Informationsveranstaltungen für Eltern. Unter der Leitung von Matthew Thurmond (Arizona State), Armen Kirakossian (UCLA Bruins) und Giovanna Maymon (University of Arizona) erhalten die Teilnehmer nicht nur sportliche Impulse, sondern auch wertvolle Einblicke in das US-amerikanische Hochschulsystem und dessen Rekrutierungsverfahren. Thurmond, der bereits Jon Rahm und Josele Ballester betreute, weiß, wovon er spricht: „Es geht darum, Eltern und Spieler über alle Anforderungen zu informieren – sowohl sportlich als auch akademisch. Die Kontakte zu den Trainern, der richtige Zeitpunkt für den Prozess. all das wird aufgezeigt.“
Insbesondere der zweite Leistungseinfluss wird hier in den Fokus gerückt. Während Top-Talente oft selbst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, richtet sich das Camp primär an Spieler, die sich in dieser Kategorie befinden. „Es ist eine Plattform, um den Sprung in Richtung PGA Tour zu ermöglichen“, so Fernández-Castaño.
Kirakossian, der in UCLA bereits das Aufstiegen von Pablo Ereño ermöglichte, bringt seine Expertise mit, ebenso wie Alejandro del Rey. Die anwesenden Trainer zeigen damit, dass der Weg in die USA nicht nur für Weltklasse-Spieler offensteht. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten in Division 2 oder der NAIA – Optionen, die oft im Schatten der Erfolge von Rahm und Co. stehen.
Die Teilnahme am Camp ist über performancegolf möglich (Link). Es ist ein Angebot, das darauf abzielt, den Weg für spanische Golfer in die USA zu ebnen und das Potenzial für eine erfolgreiche Karriere im internationalen Profibereich zu maximieren. Ein Schritt, der den spanischen Golfsport nachhaltig prägen könnte.
