Spanier fegen lyon raus – freiburg dreht belgien-debakel in 5:1-krimi

Lyon ist draußen. Nicht wegen mangelnder Klasse, sondern wegen einer roten Karte nach 19 Minuten und zwei kalten Celta-Treffern, die das Stade de Gérard Decines in eine stille Kathedrale verwandelten.

Der Franzose Niakhate ging mit Spannung im Steigbügel in Swedberg – Schiedsrichter Massa zückt Rot, Fonseca kocht. Was folgte, war kein Fußballspiel mehr, sondern ein Konditionslauf. Celta nahm das Geschenk an, Rueda schob in der 61. Minute ein, Jutgla erledigte Lyon im Nachschlag mit dem 0:2.

Freiburg schreibt ein anderes märchen

Erst verloren, dann getrimmt: Christian Streich wechselte dreimal die Systematik, stellte Ginter als libero hinter Grifo und sah, wie seine Breisgauer den 0:3-Abpfiff aus Genk in einen 5:1-Kantersieg verwandelten. Ginter traf per Kopf, Matanovic erhöhte, Grifo nützte ein Selbsttor von Smets als Einladung. Suzuki und Eggestein legten nach – 5:1, Abpfiff, Freiburg jubelt, Genk schaut in die Röhre.

Die Zahlen sind hart: Celta traf nur zweimal, hatte aber 73 Prozent Ballbesitz nach der Ampelkarte. Freiburg schoss fünf Tore aus fünf Großchancen – ein Wirkungsgrad, den selbst Bayern München in dieser Saison nicht hinlegt.

Was das bedeutet

Was das bedeutet

Lyon verpasst das Viertelfinale zum dritten Mal in Serie, Celta träumt erstmals seit 2017 wieder vom Halbfinale. Freiburg festigt seinen Ruf als Comeback-Club Europas – kein Bundesligist hat in den letzten zwei Jahren öfter ein Auswärtshindernis ausgebügelt. Der SC Freiburg zieht mit dem Rückenwind von fünf Toren in die K.-o.-Runde ein, während Paulo Fonseca in Lyon wohl die Koffer packen darf. Die Nacht von Decines und dem Schwarzwald-Stadion lehrt: Europa League bleibt das Königreich der kleinen Dramen – und der nächste Act beginnt bereits nächste Woche.