Spanien triumphiert in gaborone: qualifikation für peking gesichert!

Ein furioser Auftritt der spanischen 4x400-Meter-Staffel in Gaborone (Botswana) hat die Nation einen weiteren Schritt näher an die Weltmeisterschaften 2027 in Peking gebracht. Das Quartett, das intern als die 'Spanish Beatles' verehrt wird, sicherte sich die Qualifikation und demonstrierte dabei eine beeindruckende Leistungsstärke, die nur von Australien übertroffen wurde.

Prioritäten ändern sich: fokus auf peking statt budapest

Prioritäten ändern sich: fokus auf peking statt budapest

Die Entscheidung der spanischen Leichtathletik-Föderation, die Qualifikation für Peking über alles andere zu stellen, zeigt sich nun in den Konsequenzen. Ein Umstrukturierung des Teams ist absehbar, wobei David García Zurita anstelle von Markel Fernández in den Vordergrund rückt. Der junge Athlet überzeugte im gemischten 4x400-Meter-Staffellauf mit einer herausragenden Leistung (45,56 Sekunden), während Fernández im Männerbereich nicht ganz mithalten konnte (46,37 Sekunden).

García Zurita zahlte die Entscheidung der Trainer zurück und übernahm in der ersten Wechselposition eine sensationelle Führung. Er lief eine Bahn ohne Orientierungspunkte, übergab aber kämpfend um den ersten Platz an Samu García, der geschickt darauf achtete, den nigerianischen Läufer in die freie Bahn zu lenken. Der erfahrene Vierhundertmeterläufer, einer der ursprünglichen 'Spanish Beatles' neben Husillos, geriet in der Zielgeraden in einen kleinen Zwischenfall mit dem jamaikanischen Staffelläufer, übergab aber dennoch auf dem zweiten Platz an Guijarro.

Der Mann aus La Mancha zeigte erneut eine brillante Leistung und übergab an den 'Expreso de Astudillo', der unter dem Druck der nigerianischen und senegalesischen Konkurrenz alles geben musste. Husillos, ein echter Champion, hielt bis zur Zielgeraden stand, bevor er vom senegalesischen Athleten Cheikh Tidiane Diouf, einem Läufer unter 45 Sekunden, überholt wurde.

Ein bitterer Rückschlag für die 4x100-Meter-Staffel

Die 4x100-Meter-Staffel hatte einen deutlich schwierigeren Weg vor sich und musste einen neuen nationalen Rekord aufstellen, um überhaupt eine Chance auf die Qualifikation zu haben. Trotz des Einsatzes aller Kräfte, inklusive der Auswechslung von zwei Läufern, reichte es am Ende nur zu einem fünften Platz in 38,61 Sekunden – knapp unterhalb des alten Rekords von 2013 (38,46 Sekunden). Der enttäuschende Abschluss kam in Form einer Disqualifikation aufgrund von Verstößen bei den Übergaben.

China und Ghana sicherten sich die Tickets nach Peking in diesem Rennen. Die spanische 4x100-Meter-Staffel hat zwar noch eine Chance über die Weltrangliste, benötigt aber eine deutliche Verbesserung bei den Europameisterschaften in Birmingham im kommenden Sommer, um den veralteten Rekord zu brechen.

Abel Jordán, derzeit der schnellste spanische Sprinter, wird in Birmingham dabei sein, ebenso wie Guillem Crespí, der sein Sportstudium in den USA abschließt und daher in Gaborone fehlte. Die Leistung der 'Spanish Beatles' in Gaborone ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Spanien im Bereich der Staffelläufe auf dem Vormarsch ist, auch wenn noch einige Stolpersteine zu überwinden sind.

Die angestrebte Qualifikation für Peking ist nun ein realistisches Ziel, das die spanische Leichtathletik vor eine spannende Zukunft stellt.