Spanien kämpft um die em-krone: mila martínez führt den angriff!
Die U17-Nationalmannschaft Spaniens steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Sie will den Titel bei der bevorstehenden Europameisterschaft zurückerobern. Nach fünf Triumphen, die Spanien auf den zweiten Platz der Ewigenrangliste hinter Deutschland katapultierten, liegt die Verantwortung nun bei Mila Martínez, der neuen Teamleiterin. Ein Blick auf die Herausforderungen und das Potenzial dieser jungen Mannschaft.
Die taktikfalle nordirlands: kann spanien kontern?
Die EM der U17 beginnt in Nordirland, und die Erwartungen sind hoch. Nach zwei Qualifikationsrunden, die sich in ihrer Struktur ähnelten, ist es nun an der Zeit, sich zu beweisen. Die Konzentrationstage in Las Rozas haben der Mannschaft gutgetan, um die taktischen Feinheiten zu verfeinern und sich auf die bevorstehenden Duelle einzustimmen. Doch Martínez warnt: „Wir werden aufmerksam sein müssen. Finnland spielt anders als die typischen nordischen Mannschaften und kombiniert Ballbesitz mit schnellen Kontern. Frankreich wird uns mit Körperlichkeit fordern und auf Fehler lauern. Und Polen, die Titelverteidiger Niederlande ausgeschaltet haben, sind heimtückisch und intensiv.“
Martínez beschreibt ihre Mannschaft als eine „Generation, die sich von dem unterscheidet, was wir gewohnt sind.“ Sie vereint spielerische Klasse mit organisiertem Angriff, typisch für spanische Mannschaften, mit einer beeindruckenden Intensität, die über die gesamte Partie anhält. „Wir werden auf dem Feld und neben dem Feld für Aufmerksamkeit sorgen.“

Barcelona-dominanz und die neue generation
Ein Drittel des Teams stammt aus der Jugendabteilung des FC Barcelona. Ist dies der beste Nachwuchs Spaniens? „Barcelona entdeckt Talent und formt es hervorragend“, lobt Martínez. „Aber es gibt auch andere Top-Klubs wie Real Madrid, Atlético, Athletic und Real Sociedad, die ebenfalls großartige Arbeit leisten. Wir sind eine facettenreiche Mannschaft, die sowohl Ballkontrolle als auch schnelle Umschaltmomente beherrscht. Im Spielaufbau setzen wir auf die Stärken Barcelonas, während wir im Abschluss und auf den Flügeln auf andere Talente vertrauen.“
Spielerinnen wie Carlota Chacón (Kapitänin), Abril Rius, Charlotta Ohlander und Maialen Valladares bilden das Rückgrat der Abwehr, während andere Spielerinnen für Überraschungen sorgen sollen. Martínez betont: „Sie sind für ihr Alter außergewöhnlich talentiert.“
Ein besonderes Highlight: Ein Selfie mit Alexia Putellas. Nach einem Qualifikationsspiel besuchte die spanische Nationalspielerin das Trainingslager und begeisterte die jungen Spielerinnen mit einem gemeinsamen Foto. „Es war der beste Moment in ihrem Leben“, erinnert sich Martínez.
Die Frauenfußball-EM U17 ist nicht nur sportlich von Bedeutung, sondern auch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung junger Spielerinnen. „Sie sammeln wertvolle Erfahrungen, die ihnen später zugutekommen werden“, erklärt Martínez. Und sie fügt hinzu: „Es ist auch eine Chance, andere Kulturen kennenzulernen und unvergessliche Momente zu erleben.“
Mit sieben Frauen an den Trainerbänken der EM ist ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechtergleichstellung im Fußball gegangen. „Es ist ein Zeichen dafür, dass die Arbeit von ehemaligen Spielerinnen Früchte trägt und dass immer mehr Klubs und Verbände auf Frauen in Führungspositionen vertrauen. Das ist ein sehr positiver Trend.“
Martínez, selbst ehemalige Spielerin und Trainerin, blickt voller Zuversicht in die Zukunft. „Es ist eine Ehre, in internationalen Wettbewerben zu arbeiten. Und ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft uns viele Freude bereiten wird.“
