Spanien kämpft um billie jean king cup-qualifikation – nachwuchs im fokus
Portoroz bebte sich am
Montag in ein spanisches Trainingslager: Die Iberdrola-Tennisnationalmannschaft steht vor der entscheidenden Qualifikationsrunde für die Billie Jean King Cup Finals 2026 in China. Das Team von Kapitänin Carla Suárez trifft in Slowenien auf eine starke Herausforderung – und muss sich ohne die verletzte Cristina Bucsa neu justieren.
Junge spielerinnen übernehmen die führung
Sara Sorribes und Aliona Bolsova waren die ersten, die sich auf dem roten Sand des Tenis Center Portoroz schweißten. Doch der wahre Fokus liegt auf den jungen Debütantinnen: Kaitlin Quevedo (20 Jahre) und Leyre Romero (24 Jahre), die als Nummer eins und zwei ins Turnier gehen. Ein Zeichen, dass die Zukunft des spanischen Damentennis in ihren Händen liegt. Suárez äußerte sich zufrieden mit dem ersten Trainingstag: „Es war ein positiver Tag, die Mädchen haben gute Gefühle. Die Bedingungen stimmen auch, denn wahrscheinlich hätten wir in Spanien ähnliche Bedingungen gewählt.“
Die kurzfristige Absage von Cristina Bucsa, Nummer eins des spanischen Tennis, wiegt schwer. „Ihre Verletzung ist natürlich bitter, sie war in Topform“, so Suárez. „Aber ich habe fünf Spielerinnen, die mit großer Begeisterung dabei sind und alles geben wollen.“ Die jungen Wilden sollen nun zeigen, was in ihnen steckt. Suárez betont: „Sie sind bereit, sie können alle debutieren und müssen diese Erfahrung machen. Wir werden ihnen alle Möglichkeiten geben, sich wohlzufühlen und mit einem guten Gefühl aus dieser Woche hervorzugehen.“
Erfahrung bringen Sorribes und Bolsova ins Team, die im Doppel zusammenwirken sollen. „Das ist sehr wichtig, da sie bereits bei mehreren Einberufungen dabei waren und wissen, worauf es ankommt. Als Kapitänin gibt mir das viel Sicherheit“, erklärt Suárez. „Sie kennen sich gut, auch wenn sie nicht viel Doppel gespielt haben, werden sie sich gut ergänzen.“
Die Kapitänin hat klare Vorstellungen: „Das Wichtigste ist, dass wir eine Familie sind, dass wir uns eng aneinander halten und in eine Richtung rudern. Ich hoffe, es gelingt uns, eine Freude zu erleben. Ich bitte sie nur darum, ihr Bestes zu geben und zu kämpfen – damit sind wir alle sehr zufrieden.“ Auch die Barceonerinnen Guiomar Maristany und Ruth Roura haben erste Eindrücke vom Platz gewinnen können, wobei letztere als Sparringspartnerin fungierte.
Die junge Garde muss nun beweisen, dass sie den Erwartungen gewachsen ist. Denn der Weg zu den Billie Jean King Cup Finals in China ist steinig – und die slowenische Mannschaft wird alles daran setzen, die Spanierinnen zu stoppen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Jugend den Ansprüchen gewachsen ist und ob Spanien die Chance auf die Finals wahren kann.
