Spanien dominiert: real und barça an fußballspitze!
Ein überraschendes Bild zeichnet sich im globalen Fußballgeschäft ab: Zwei spanische Giganten, der Real Madrid und der FCBarcelona, thronen unangefochten an der Spitze der wertvollsten Fußballvereine der Welt. Doch während die katalanische und die Königliche Klubs die Spitze des Rankings beherrschen, ist die Premier League und die MLS auf dem Vormarsch und krempeln das Kräfteverhältnis in der Welt des Fußballs um.

Die premier league als neue machtbasis
Sportico, ein renommiertes amerikanisches Sportmagazin, hat eine neue Wertung der wertvollsten Fußballvereine der Welt veröffentlicht. Das Ergebnis: Ein Anstieg des Gesamtwerts um beeindruckende 11 Prozent auf 95,5 Milliarden US-Dollar (etwa 83 Milliarden Euro). Der Real Madrid führt das Ranking mit einem Wert von 7,7 Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro), gefolgt vom FC Barcelona mit 6,55 Milliarden US-Dollar (5,785 Milliarden Euro). Dieser Aufschwung wird vor allem durch die enormen Einnahmen beider Vereine getrieben.
Doch das Bild ist trügerisch. Während die europäischen Top-Klubs weiterhin eine wichtige Rolle spielen, zeigen die Zahlen einen deutlichen Trend: Die Premier League hat mit 16 Vertretern die größte Anzahl an Klubs im Top-50, gefolgt von der MLS mit 18 Teams, die zusammen rund 68 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Das ist ein klarer Indikator für die wachsende Bedeutung des nordamerikanischen Fußballs.
Die Top 10 sind eng umkämpft. Der FC Bayern München hat sich von Rang fünf auf vier vorgearbeitet und liegt mit 5,78 Milliarden US-Dollar (4,941 Milliarden Euro) knapp vor Paris Saint-Germain (5 Milliarden US-Dollar / 4,275 Milliarden Euro). Der Manchester United, trotz aktueller sportlicher und finanzieller Probleme, behauptet sich im oberen Bereich. Manchester City, Arsenal, Chelsea und Tottenham verstärken das englische Dominanz.
Besonders bemerkenswert ist der Aufstieg des Inter Miami, das dank der Verpflichtung von Lionel Messi auf den 16. Platz vorgerückt ist und nun einen Wert von 1,45 Milliarden US-Dollar (1,24 Milliarden Euro) aufweist. Die MLS scheint sich als feste Größe im internationalen Fußball zu etablieren, was auch durch die steigende Wertschätzung der Franchises seit der Pandemie untermauert wird.
Die Liga MX mit zwei Vertretern (Chivas und Club América) liegt sogar über der Ligue 1. Selbst die Serie A, die zwar keine Klubs unter den Top 10 hat, aber fünf Teams im Gesamtranking platziert, wird von den Investoren zunehmend beachtet. Der FC Barcelona ist beinahe so wertvoll wie die Summe aller fünf italienischen Klubs im Ranking.
Der Eingangspreis für die Aufnahme in den Top 50 liegt nun bei 675 Millionen US-Dollar (577 Millionen Euro) – ein Anstieg von satten 23 Prozent in nur zwei Jahren. Die Inflation und das wachsende Interesse an dieser Branche, insbesondere aus den USA, lassen die Werte explodieren. Es ist ein Zeichen für die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und die wachsende Macht nordamerikanischer Investoren.
Die europäischen Klubs dominieren zwar noch die ersten 15 Plätze, doch der Einfluss des nordamerikanischen Fußballs wird mit jedem Jahr stärker. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Fußball wird globaler und amerikanischer.
