Spanien bereitet sich auf die wm 2026 vor: ein blick hinter die kulissen
Die spanische Nationalmannschaft hat heute ihre Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 offiziell aufgenommen. Doch statt eines üblichen Trainingslagers begann alles mit einer geselligen Runde – ein Zeichen für den Zusammenhalt, den Luis de la Fuente zu fördern sucht.
Die anreise und die champions-league-übertragung
Pünktlich um 17 Uhr trafen sich die Spieler in der Ciudad del Fútbol, wo sie ihre persönlichen Gegenstände abstellten. Der Abend wurde dann mit einem gemeinsamen Ansehen des Champions-League-Finales untermalt – eine bewährte Methode, um die Stimmung zu heben und den Teamgeist zu stärken. Allerdings fehlten zunächst 22 der 26 vom Bundestrainer nominierten Spieler. Drei von ihnen, David Raya, Merino und Zubimendi vom Arsenal, sowie Fabián vom PSG, befinden sich noch in Budapest und stoßen später dazu.
De la Fuente, der stets ein wachsames Auge auf die Gesundheit seiner Schützlinge hat, drückt die Daumen, dass die Vorbereitungen von Verletzungen verschont bleiben. Die jüngsten Ausfälle, insbesondere der von Fermín in Topform, zeigten deutlich, wie fragil der Weg zum Turnier sein kann. Dennoch herrscht Optimismus bezüglich der angeschlagenen Spieler Lamine Yamal, Mikel Merino und Nico Williams. Es wird angedeutet, dass sie bei Bedarf bereits im ersten Gruppenspiel gegen Cabo Verde eingesetzt werden könnten – ein kühner Schachzug, der jedoch die Ambitionen verdeutlicht.

Taktische anpassungen und neue gesichter
Die ersten Trainingseinheiten werden mit maßgeschneiderten Belastungen absolviert, um die Spieler nach der anstrengenden Saison langsam wieder auf Touren zu bringen. Alejandro Grimaldo vom Bayer Leverkusen weist mit 4.038 gespielten Minuten die höchste Belastung auf, während Gavi mit lediglich 700 Minuten deutlich weniger Einsatzzeit verbuchen kann. Diese Unterschiede werden bei der Aufstellung für das Freundschaftsspiel gegen Irak in A Coruña berücksichtigt.
Um die Belastung zu reduzieren, wurde die Anzahl der unterstützenden Spieler erhöht, sodass neun Spieler an der Konzentration teilnehmen und am Freitag nach Chattanooga weiterreisen werden. Sieben Debüts werden in A Coruña erwartet: Leo Román, Jon Martín, Javi Rodríguez, Turrientes, Marc Bernal, Javi Guerra und Gonzalo. Ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft des spanischen Fußballs.

Die neue ordnung der kapitäne und die vergangenheit
Die Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft hat sich im Vergleich zur gewonnenen Europameisterschaft verändert. Rodri übernimmt die Rolle des Kapitäns, gefolgt von Unai, Ferran, Oyarzabal und Dani Olmo. Die Veränderungen sind das Ergebnis von Verletzungen (Carvajal), Rücktritten (Navas) und einer schwächeren Saisonleistung (Morata). Spanien blickt auf eine enttäuschende WM-Historie zurück, mit dem Ausscheiden in der Vorrunde 2014 und zwei Niederlagen in der K.o.-Runde durch Elfmeterschießen in Russland und Katar. De la Fuente und sein Team sind entschlossen, diese Vergangenheit hinter sich zu lassen und die Erfolgsgeschichte von 2010 in Südafrika fortzuschreiben.
Die kommenden zwei Wochen werden entscheidend sein, um die Mannschaft auf die Herausforderungen vorzubereiten. Am 15. Juni wird das Team gegen Cabo Verde auf den Rasen zurückkehren und zeigen, ob die Vorbereitungen Früchte tragen. Die Uhr tickt, und die Welt blickt gespannt auf die spanische Nationalmannschaft.
