Spanien am rande der blamage: niederlage gegen österreich!
Ein Schock für die spanische Nationalmannschaft: Bei der Handball-Europameisterschaft in Österreich gab es eine überraschende und bittere 17:14-Niederlage gegen das stark aufspielende Gastgeberland. Die Tiroler demonstrierten beeindruckende Physis und nutzten die Schwächen der Iberer eiskalt aus, wodurch Spaniens Hoffnungen auf einen erfolgreichen Start ins Turnier gefährdet sind.

Die größe macht den unterschied
Nach dem Spiel war die Enttäuschung im spanischen Lager groß. „Es war ein extrem hartes Spiel, ein unglaubliches Kraftpaket“, gestand ein sichtlich erschöpfter Iván Aurrecoechea. Die physische Überlegenheit der österreichischen Mannschaft, insbesondere die Größe der Spieler, sei der ausschlaggebende Faktor gewesen. „Wir mussten in jeder Abwehr laufen, es war schlichtweg anstrengend“, so Aurrecoechea.
Bereits zu Beginn des Spiels zeigte sich, dass Österreich gewillt war, die erste Position in der Gruppe mit Serbien zu erkämpfen. Nico Kaltenbrunner, dessen Körperbau an den legendären 'Baby Shaq' Sofoklís Schortsanitis erinnert, eröffnete den Spielverlauf mit einem präzisen Distanzwurf. Guim Expósito gelang zwar umgehend die Antwort, doch Diego de Blas’ Treffer sorgte zunächst für einen Hoffnungsschimmer.
Die spanische Abwehr fand jedoch kaum Zugriff. Expósito zeigte mit einem spektakulären Block gegen Fabio Söhnel seine Entschlossenheit, während Toni Blazan und Quincy Diggs (5 Punkte, 8 Rebounds, 10,1 Wertung) auf der Anzeigetafel für weitere Akzente sorgten. Die Partie blieb eng, wobei die österreichische Mannschaft immer wieder durchsetzte. Ein schneller Konter von Aurrecoechea brachte zwar kurzzeitig den Ausgleich, doch die österreichischen Spieler Toni Blazan und Quincy Diggs verstärkten ihre Bemühungen.
Mit einem knappen 14:13-Vorteil für Österreich und einem technischen Fehler von Spanien wurde die Spannung ins Unermessliche gesteigert. Der amerikanische Nationalspieler nutzte diese Chance und markierte mit einem weiteren Distanzwurf den entscheidenden Punkt, der die Partie für die Gastgeber besiegelte. Spanien steht nun vor einer schwierigen Aufgabe: Am Freitag um 21:10 Uhr gegen Madagaskar muss der Sieg her, um überhaupt noch eine Chance auf den Einzug als Dritter ins Viertelfinale zu haben.
Die Niederlage ist ein Weckruf für die spanische Mannschaft. Die körperliche Fitness und die taktische Anpassungsfähigkeit müssen nun dringend verbessert werden, wenn Spanien seine Ambitionen bei dieser Europameisterschaft erfüllen will. Die Reise nach Pelkum mag für die Fans ein Fest sein, das Team muss sich nun aber konzentrieren und zeigen, was in ihnen steckt.
