Alisha lehmann schlägt zurück: „ich laufe extrarunden, während andere ihren mund halten“
Die 27-Jährige ließ kein Blatt vor den Mund: In einem BBC-Interview zerlegt Alisha Lehmann ihre Social-Media-Hater – und erklärt, warum sie ausgerechnet jetzt nach England zurückgekehrt ist.
„Sie glauben, ich gehe nur nach hause und mache tiktoks“
Die Zahlen sind brutal: 15,3 Millionen Follower auf Instagram, 11,1 Millionen auf TikTok – und trotzdem wird sie als „Oberflächlich“ abgestempelt. Lehmanns Antwort: „Manchmal ist es frustrierend. Die Leute sehen nicht, wie ich nach dem Training Extrarunden drehe, wenn meine Werte nicht stimmen.“ Die Stürmerin vom Leicester City hat ihre Karriere selbst in der Hand. Nach fünf Jahren in Italien (Juventus, Como) löste sie eigenhändig den Langzeitvertrag auf – weil sie merkte: „England ist mein Zuhause, hier ist das Niveau höher.“
Der Knackpunkt: Die Schweizerin wurde bereits mit 16 zum Nationalteam berufen, erzielte in 108 englischen Spielen 19 Tore – und wird trotzdem mit Kommentaren bombardiert, sie nutze den Sport nur als Bühne für Influencer-Marketing. Ihr Gegenfeuer: „Ich schlafe jeden Nachmittag, ich lasse nichts zu, was meine Leistung beeinflussen könnte. Und ich will die Beste werden – Punkt.“

Rückkehr ohne netz
Dabei war der Wechsel kein leichtes Stück. Como hatte sie mit einem Drei-Jahres-Vertrag gelockt, Leistungsprämien, eine Villa am Lago – doch nach 30 Tagen stand sie vor der Geschäftsführung und sagte: „Ich kann nicht bleiben.“ Die Folge: Verzicht auf Teile der Abfindung, stattdessen ein Kurzzeitdeal bei Leicester, um sich „im besten Frauen-Liga der Welt“ zu beweisen. Ihr neuer Coach Janice Cayne bescheinigt ihr „Trainingswütigkeit, die an Frank Lampard erinnert“.
Die Kritik verfolgt sie trotzdem. Bei der Pressekonferenz nach dem 3:1 gegen Arsenal fragte ein Reporter, ob sie denn „nach dem Tor erst ein Selfie“ gemacht habe. Lehmanns trockene Antwort: „Ich habe gefeiert – und danach Videoanalyse geschaut. Schade, dass Sie das nicht mitbekommen haben.“
Privat liefert das Boulevard-Blatt gleich mit: Ihr Ex-Freund Douglas Luiz spielt in Turin, ihr neue Partner Montel McKenzie ist TV-Moderator und ehemaliger Semi-Profi. Die Headlines schreiben sich von selbst. Lehmann aber versetzt den Ball in die eigene Hälfte: „Wenn ich einen Fehler mache, kostet das Spiele. Wenn die Medien einen machen, kostet das nichts – außer meine Nerven.“
Die Statistik spricht für sie: In den letzten 90 Minuten lief sie 11,2 km, gewann 72 % der Zweikämpfe – und erreichte damit Topwerte der Liga. Ihr Fazit: „Ich bin kein Content, ich bin Kontinuität.“ Leicester steht aktuell auf Platz drei – und wenn es nach Lehmann geht, wird sie dort bald ganz oben stehen. Dann werden auch die Hater sprinten müssen, um mitzuhalten.
