Southampton: tonda eckert bleibt trainer – trotz spionage-skandals!
Ein Schock für die englische Zweite Liga: Tonda Eckert, der deutsche Trainer von Southampton, muss sich vorerst keine Konsequenzen für die umstrittene Spionage-Affäre ziehen lassen. Klubchef Dragan Solak steht geschlossen hinter seinem Coach, während der englische Fußballverband (FA) weiterhin droht.

Die entscheidung von southampton: eine zweite chance für eckert?
Die Entscheidung des Southampton FC ist überraschend. Klubbesitzer Dragan Solak verteidigte Eckert gegenüber der BBC vehement: „Ich glaube, er verdient eine zweite Chance, und ich würde sie ihm geben.“ Solak scheint davon überzeugt zu sein, dass sein Trainer nicht vollumfänglich über die illegalen Praktiken informiert war, die zu Southampton’s Ausschluss aus dem Aufstiegsfinale gegen Hull City geführt haben.
Der Skandal hatte sich entfacht, als ein Mitarbeiter der Saints beim Ausspionieren des Trainings von Middlesbrough beobachtet wurde. Eine unabhängige Disziplinarkommission kam zu dem Schluss, dass Eckert einen „ausgeklügelten und gezielten Plan“ initiiert hatte, obwohl er angeblich überrascht war, als ihm die Illegalität der Vorgehensweise bewusst wurde. Eine Aussage, die Solak bedingungslos glaubt.
Die Folgen sind dennoch gravierend: Southampton wurde aus dem Aufstiegsfinale ausgeschlossen und mit einem Punktabzug für die kommende Saison bestraft. Die Frage ist, ob Solaks Unterstützung für Eckert langfristig aufgeht, insbesondere wenn der Verband hart durchgreift. Denn sollte die FA eine Sperre verhängen, wird Solak sich eingestehen müssen, dass er einen Mann verteidigt hat, der möglicherweise das sportliche Prestige des Vereins gefährdet hat.
Aber Solak scheint bereits einen Ausweg zu sehen: „Ich bin mir sicher, dass Eckert im Falle einer Sperre in Italien oder Deutschland einen dreimal so gut bezahlten Job finden wird.“ Eine bemerkenswerte Aussage, die zumindest zeigt, dass der Klubbesitzer die finanzielle Attraktivität des Fußballgeschäfts nicht aus den Augen verliert. Die Affäre hat gezeigt, wie weit Vereine scheinbar bereit sind zu gehen, um sich einen Vorteil zu verschaffen – und wie fragil der Ruf eines Klubs sein kann.
