Sony gerätetest: mieten statt kaufen – ps5-fans empören sich

Sony plant neues mietmodell für konsolen – widerstand in der community

Sony steht aktuell in der Kritik, nachdem das Unternehmen ein neues Mietmodell für seine PlayStation 5 und weiteres Zubehör ins Leben rufen möchte. Unter dem Namen “Flex” sollen Konsolen, Controller und VR-Headsets zukünftig nicht mehr nur verkauft, sondern auch gemietet werden können. Die Testphase in Großbritannien hat bereits für heftige Reaktionen in der Gaming-Community gesorgt, die dem Konzern vorwirft, seine Fans ausnehmen zu wollen.

Die details des “flex”-angebots

Die details des “flex”-angebots

Das “Flex”-Angebot sieht verschiedene Mietpakete mit unterschiedlichen Laufzeiten vor. Die günstigste Option, eine PlayStation 5 Digital Edition mit 825 GB Speicher und einem Controller, kostet ab 9,95 Pfund pro Monat. Allerdings ist dieser Preis nur bei einer Mietdauer von drei Jahren gültig, was Gesamtkosten von rund 360 Pfund (ca. 410 Euro) verursacht. Wer mehr Speicher, einen zweiten Controller oder die PlayStation 5 Pro wünscht, muss tiefer in die Tasche greifen. Auch kürzere Laufzeiten sind möglich, allerdings zu höheren monatlichen Raten.

Preistabelle für verschiedene laufzeiten

Preistabelle für verschiedene laufzeiten

LaufzeitMonatliche Rate (PS5 Digital Edition)
36 Monate9,95 Pfund
24 Monate10,49 Pfund
12 Monate14,59 Pfund
Monatlich kündbar19,49 Pfund

Der haken: keine kaufoption beim mietende

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass die gemietete Hardware nach Ablauf des Vertrags an Sony zurückgesendet werden muss. Eine Möglichkeit, die Konsole zu einem Restbetrag zu erwerben, war ursprünglich nicht vorgesehen. Dies sorgte für besonders heftige Kritik, da die Gesamtkosten dem Kaufpreis der Konsole sehr nahekommen. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) äußerten viele Nutzer ihren Unmut.

Wütende reaktionen in den sozialen medien

Ein Nutzer namens 'Nathan' kommentierte beispielsweise: „Man zahlt also den vollen Preis für eine PS5, darf sie aber nicht behalten.“ Andere Nutzer wiesen darauf hin, dass die Gesamtkosten bei längerer Mietdauer oft nur knapp unter dem Kaufpreis liegen. Zudem wurden die zusätzlichen Kosten für den Online-Service PlayStation Plus kritisiert, die im Mietpreis nicht enthalten sind.

Sony reagiert auf die kritik – kaufoption wird geprüft

Angesichts der negativen Reaktionen hat Sony nun reagiert und eine Prüfung einer Kaufoption nach Vertragsende angekündigt. Auf der Herstellerseite heißt es nun: „Wenn Sie das Gerät kaufen möchten, kontaktieren Sie uns bitte, um die Details zu besprechen.“ Dies stellt zwar noch keine Garantie dar, die Konsole kaufen zu können, wird aber von vielen Gamern als ein kleiner Erfolg gewertet.

Die beliebtesten spielkonsolen aller zeiten

Die Debatte um das Mietmodell wirft grundsätzliche Fragen nach dem Besitz von digitalen Gütern auf. In einer Zeit, in der Streaming-Dienste und Abonnements immer beliebter werden, stellt sich die Frage, was den Wert eines physischen Produkts ausmacht und wie viel Kontrolle die Konsumenten über ihre Investitionen haben sollten. Die Situation zeigt, dass Sony auf die Bedürfnisse und Bedenken seiner Community hören muss, um das Vertrauen der Fans langfristig zu erhalten.