Solbakken überrascht: haaland auf der bank – norwegen rotierte fast komplett!

Die WM 2026 in Boston bot am späten Donnerstagabend eine überraschende taktische Entscheidung von Norwegens Trainer Stale Solbakken: Im Duell gegen Frankreich, das für Norwegen die Chance auf den Gruppensieg und damit das Erreichen des Achtelfinales darstellte, ließ er seinen Superstar Erling Haaland überraschend auf der Bank schmoren und rotierte fast die komplette Elf im Vergleich zum Sieg gegen den Senegal.

Ein riskantes spiel mit der zukunft

Während Frankreich erwartungsgemäß mit einem Angriff aus Stars um Mbappé und Olise auf das Feld kam, präsentierte Solbakken eine völlig neue Formation. Zehn neue Spieler wurden aufgeboten, lediglich Fredrik Aursnes hütete die Mitte. Die Entscheidung wirkte wie ein Pokerface – ein kalkuliertes Risiko, um frische Kräfte zu bündeln oder vielleicht auch, um Frankreich mit einer unerwarteten Konstellation zu überraschen. Doch die Frage, die sich nun stellt: War es eine kluge Strategie oder ein unnötiges Experiment, das die Chancen Norwegens auf den Gruppensieg verspielt hat?

Die Entscheidung für Haaland auf der Bank ist umstritten. Der Stürmerstar, der in der Bundesliga für unglaubliche Torwerte sorgte, hätte sicherlich für zusätzliche Gefahr sorgen können. Doch Solbakken scheint zu vertrauen auf die Fähigkeiten seiner jungen Talente und die taktische Flexibilität seiner Mannschaft. „Wir müssen die Spieler sehen, die wir haben. Haaland ist ein großartiger Spieler, aber wir müssen auch anderen die Chance geben, sich zu beweisen“, erklärte der norwegische Coach nach dem Spiel.

Doch die überraschende Aufstellung wirft auch Fragen nach der Teamchemie auf. Können die neuen Spieler in dieser wichtigen Partie sofort harmonieren und das nötige Spielverständnis zeigen? Die Antwort darauf wird sich in den kommenden Spielen zeigen.

Südafrika feiert – broos deutet abschied an

Südafrika feiert – broos deutet abschied an

Abseits des Feldes sorgte der südafrikanische Trainer Hugo Broos für Aufsehen, als er nach dem Einzug seiner Mannschaft in die K.o.-Runde andeutete, dass das Turnier möglicherweise sein letztes im Amt sein könnte. Torhüter Ronwen Williams würdigte Broos' Verdienste und forderte eine Statue zu Ehren des Trainers, der Südafrika nach langer Durststrecke wieder zu einem WM-Teilnehmer gemacht hat. Angesichts seiner Leistungen und der ungewöhnlichen Art, wie er mit seinen Spielern umgeht – er sieht sie eher als Freunde denn als Schüler – ist ein Abschied von Broos nicht überraschend, aber dennoch bedauerlich.

Und während in Seattle ein mögliches „Pride Match“ zwischen Ägypten und Iran für Wirbel sorgt und die FIFA um eine diplomatische Lösung bemüht, hat sich ein anderer emotionale Moment abgespielt: ein Heiratsantrag im Stadion während des Spiels zwischen den Niederlanden und Tunesien. Ein Beweis dafür, dass die WM nicht nur für Fußball, sondern auch für unvergessliche persönliche Erlebnisse steht.