Snowboard-schock: podladtchikov und scherrer fallen zurück!

Die Schweizer Snowboard-Szene erlebt derzeit Erdbeben. Swiss-Ski hat die neuen Kaderlisten veröffentlicht und damit für erhebliche Überraschungen gesorgt: Iouri Podladtchikov, der Olympiasieger von Sotschi 2014, und der verletzungsgeplagte Jan Scherrer müssen einen deutlichen Absturz hinnehmen. Ihre Karrieren scheinen an einem Scheideweg zu stehen.

Ein kader ohne stars: was bedeutet das für die zukunft?

Ein kader ohne stars: was bedeutet das für die zukunft?

Die Nachricht hallt nach: Podladtchikov und Scherrer sind nun nur noch im Regionalkader eingeordnet. Das bedeutet, dass die beiden Ausnahmeathleten nicht mehr zu den Kaderathleten von Swiss-Ski gehören. Ein herber Schlag für den Schweizer Freeski-Sport, der nun mit dem Verlust von zwei prägenden Figuren rechnen muss. Die Nationalmannschaft der Freestyler wird in der kommenden Saison von Jonas Hasler allein dominiert – eine „One-Man-Show“, wie es heißt. David Hablützel und Berenice Wicki wurden zwar zurück in den A-Kader befördert, doch die Abgänge wiegen schwer.

Noch dramatischer ist die Situation von Jan Scherrer. Der 31-Jährige, der seit Jahren mit Verletzungen zu kämpfen hat, teilt Podladtchikovs Schicksal und ist ebenfalls nur noch im Regionalkader zu finden. Seine Karriere scheint in Gefahr. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Können beide Athleten nach dieser Rückstufung noch einmal ein Comeback feiern? Es wird ein harter Kampf, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Auch im Snowboard-Alpin gibt es Veränderungen. Julie Zogg und Ladina Caviezel, beide aus dem Nationalteam bzw. dem A-Kader, haben nach dem letzten Winter ihre Karrieren beendet. Flurina Bätschi wurde ebenfalls zurückgestuft, sodass die oberste Kaderklasse nur noch aus Gian Casanova und Dario Caviezel besteht. Eine neue Generation muss nun einspringen und die Lücke füllen, die die Veteraninnen hinterlassen.

Die Medaillenhoffnungen für die kommenden Wettkämpfe stehen somit vor großen Herausforderungen. Die Schweizer Snowboard-Fans hoffen, dass die jungen Talente schnell den Anschluss finden und die Erfolgsgeschichte des Schweizer Snowboard-Sports fortsetzen können. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Zukunft des Schweizer Snowboard-Teams zu gestalten.