Snowboardcross-drama: nörl und ulbricht verpassen olympia-medaille nach crash
Snowboardcross: bitteres aus für nörl und ulbricht
Martin Nörl und Leon Ulbricht haben beim Snowboardcross-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen 2026 in Livigno die Chance auf eine Medaille verpasst. Ein Sturz im Viertelfinale, der durch einen vermeintlichen Kontakt mit einem US-amerikanischen Fahrer verursacht wurde, beendete die Hoffnungen der deutschen Snowboarder abrupt. Nörl zeigte sich anschließend verärgert über die Entscheidung der Jury, den Vorfall nicht genauer zu untersuchen.
Frustrierender crash im viertelfinale
Die beiden deutschen Athleten hatten sich im Achtelfinale souverän durchgesetzt und zeigten eine starke Leistung. Im Viertelfinale schien alles auf einen möglichen Halbfinaleinzug hinauszulaufen, doch dann kam es zum unglücklichen Zusammenstoß. Nörl gab an, durch einen Kontakt mit Nick Baumgartner aus den USA aus dem Gleichgewicht gebracht worden zu sein, woraufhin er in Ulbricht fuhr. Beide konnten ihren Lauf nicht fortsetzen.

Nörls vorwurf an die jury
Martin Nörl zeigte sich nach dem Rennen deutlich verärgert über die Entscheidung der Jury, den Vorfall nicht weiter zu prüfen. "Normalerweise gibt es einen 'Run under Review', das hätte ich mir auch gewünscht", sagte er in der Sportschau. Er vermutet, dass der Kontakt mit Baumgartner die Ursache für den Sturz war und hätte sich eine Überprüfung gewünscht.

Ulbrichts enttäuschende olympia-teilnahme
Auch für Leon Ulbricht endete das Olympia-Turnier vorzeitig. Obwohl er mit der drittbesten Zeit in der Qualifikation überzeugen konnte, konnte er im Viertelfinale an seine Leistung nicht anknüpfen. Nörl betonte, dass beide Athleten trotz ihrer nicht-Favoritenrolle das Potenzial hatten, die Konkurrenz zu ärgern. Das Material war gut, und die Voraussetzungen waren vielversprechend.

Hämmerle holt gold für österreich
Nach dem bitteren Aus der deutschen Mannschaft stand der Sieg fest. Alessandro Hämmerle aus Österreich sicherte sich in einem spannenden Finale die Goldmedaille. Er setzte sich in einem Fotofinish gegen den Kanadier Eliot Grondin durch. Hämmerle wiederholte damit seinen Olympia-Erfolg von 2022.

Nörls olympia-leid – schon der dritte aus
Für Martin Nörl setzt sich eine unglückliche Serie bei Olympischen Spielen fort. Bereits 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking war er vorzeitig ausgeschieden. Dieser erneute Ausfall in Livigno ist besonders enttäuschend, da er eigentlich Frieden mit den Winterspielen schließen wollte. Das bittere Aus wirft Fragen nach seinem Olympia-Fluch auf.

Die stimmen zum rennen
Nach dem Rennen äußerten sich die deutschen Snowboarder enttäuscht über den Verlauf des Wettkampfes. Die verpasste Chance auf eine Medaille wiegt schwer, doch die Athleten blicken nach vorn und wollen aus ihren Fehlern lernen. Die Videos der Rennen und Interviews mit den Athleten finden Sie auf sportschau.de.
