Snooker-wm: stuhl-chaos und atemgerät-pausen bei robertson vs. higgins
Sheffield bebte gestern Abend eine Snooker-Partie der Extraklasse – und das nicht nur wegen des brillanten Spiels. Ein instabiler Stuhl, ein unkontrollierbares Atemgerät und eine gehörige Portion Ungläubigkeit sorgten für eine der kuriosesten Unterbrechungen in der Geschichte der Snooker-Weltmeisterschaft.

Robertson wankt, spiel unterbrochen
Was als Routine-Viertelfinale zwischen Neil Robertson und John Higgins begann, entwickelte sich schnell zu einem dramatischen Spektakel. Robertson, der Weltmeister von 2010, hatte bereits mit 3:2 geführt, als sein Stuhl den Geist aufgab. Ein wackeliges Stuhlbein zwang die Schiedsrichter zu einer kurzfristigen Unterbrechung, während ein Handwerker im Crucible Theatre notdürftig schraubte.
Aber das war noch nicht alles. Kaum war das Spiel wieder aufgenommen, sorgte ein anderes Problem für Aufsehen: Ein Atemgerät eines Zuschauers gab störende Signaltöne von sich, die sich partout nicht abschalten ließen. Die Atmosphäre im Publikum knisterte, doch Robertson und Higgins zeigten sportliches Verständnis und entschieden sich gegen eine Rote Karte für den betreffenden Zuschauer.
Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Zickzack-Kurs. Robertson konnte sich zunächst gegen Higgins durchsetzen und führte mit 4:3. Doch dann gelang es dem vierfachen Weltmeister, den Rückstand auszugleichen und die Partie mit 5:3 in die Pause zu schicken. Die Zuschauer waren sichtlich geschockt von den ungewöhnlichen Ereignissen.
Die Tatsache, dass ein Stuhl und ein Atemgerät das Spiel kurzzeitig dominierten, lenkte von der sportlichen Leistung ab, die hier geboten wurde. Es zeigt aber auch die Resilienz beider Spieler, die trotz dieser Hindernisse ihre Konzentration bewahren konnten. Ob diese Unterbrechungen das Ergebnis beeinflussen werden, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Diese WM wird man so schnell nicht vergessen.
