Snooker-wm: murphy im halbfinale auf kurs – higgins kämpft wie immer!

Sheffield bebt! Das Halbfinale der Snooker-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, und es verspricht ein Spektakel zu werden. Während Shaun Murphy seine Ambitionen mit beeindruckender Leistung unterstreicht, zeigt John Higgins einmal mehr, dass er selbst in vermeintlich aussichtslosen Situationen niemals aufgibt. Ein Rennen, das noch lange nicht entschieden ist.

Higgins' unglaubliche comebacks: nerven aus stahl

Die Frage, was John Higgins mit seinen Nerven anstellt, beschäftigt nicht nur die Fans, sondern auch mich. Bereits zum dritten Mal in dieser Weltmeisterschaft hat er ein Match in der letzten Session dramatisch gedreht. Nach seinen Erfolgen gegen Ali Carter und Ronnie O’Sullivan gelang ihm dies nun auch gegen Neil Robertson. Diese Widerstandskraft, diese Fähigkeit, selbst unter enormem Druck jederzeit das Richtige zu tun, ist schlichtweg beeindruckend. Mit 51 Jahren bringt er eine Erfahrung mit, die seinesgleichen sucht, und seine mentale Stärke ist bemerkenswert.

Murphy dominiert – kann higgins mithalten?

Murphy dominiert – kann higgins mithalten?

Shaun Murphy präsentierte im Viertelfinale gegen Zhao Xintong sein bestes Snooker des Turniers. Ein 13:10-Sieg, bei dem er in der entscheidenden Phase kaum einen Fehler zuließ. Die Frage ist: Wie soll sich ein Gegner da verteidigen? Murphy scheint in Topform zu sein und hat sich als ernstzunehmender Anwärter auf den Titel etabliert. Die Konzentration und Präzision, die er an den Tag legt, sind schlichtweg herausragend.

Zhao scheitert am crucible-fluch – allen mit chance

Die Niederlage von Zhao Xintong bestätigt einmal mehr den legendären „Crucible-Fluch“: Noch nie hat ein erstmaliger Weltmeister seinen Titel erfolgreich verteidigt. Trotzdem war Zhao’s WM ein Erfolg, und er wird aus dieser Erfahrung zweifellos gestärkt hervorgehen. Mark Allen hingegen kann mit einem Gefühl der Genugtuung in das Halbfinale gehen. Er gestand, dass seine Karriere unvollendet wirke, solange er den WM-Titel nicht in den Händen halte. Sein 13:11 gegen Barry Hawkins war ein hochklassiges Match, auch wenn ihm ein kleiner Fehler von Hawkins in die Karten spielte.

Der neuling wu yize: unbekümmert und gefährlich

Nicht zu vergessen ist Wu Yize, der Überraschungsmann des Turniers. Der junge Chinese hat in Sheffield bewiesen, dass er zu den besten der Welt gehört. Mit seinem unkonventionellen Spiel erinnert er an den Zhao Xintong des Vorjahres und besitzt eine beeindruckende Offensivpower. Er hat Lei Peifan förmlich überfahren und auch Mark Selby bezwungen. Seine Spielfreude ist ansteckend und macht ihn zu einem gefährlichen Gegner für Mark Allen.

Wer zieht ins finale ein?

Für mich ist Shaun Murphy im Duell gegen John Higgins leicht im Vorteil. Aber Higgins ist Higgins – man sollte ihn niemals unterschätzen. Im anderen Halbfinale hat Mark Allen aufgrund seiner Erfahrung einen leichten Vorteil gegenüber Wu Yize. Doch ein Sieg des jungen Chinesen wäre keineswegs eine Überraschung. Die Spannung steigt mit jeder Partie, und wir dürfen uns auf weitere spannende Tage in Sheffield freuen.