Snooker-wm: historischer frame verzerrt die zeit!
Sheffield bebt! Das Halbfinale der Snooker-Weltmeisterschaft zwischen Wu Yize und Mark Allen ging heute in die Geschichte ein – und das nicht gerade mit Ruhm und Ehre. Ein Frame, der sich einer Stunde und 40 Minuten hingezogen hat, löste im Crucible Theatre zunächst Belustigung, dann aber zunehmend Unmut aus. Ein Moment, der das Publikum spaltete und die Nerven des Weltklassespielers Allen blank legte.

Die pattsituation, die alles veränderte
Die Ausgangslage war bizarr: Im 14. Frame, bei einem Stand von 7:7, geriet das Spiel in eine erstaunliche Phase der Stille. Über 50 Minuten lang versuchten sowohl Wu als auch Allen, die weiße Kugel vorsichtig durch das enge Feld aus roten Kugeln zu manövrieren, ohne dabei einen Fehler zu begehen. Die schwarze Kugel, versteckt hinter einem dichten Pulk, schien unlösbar. Was als amüsante Kuriosität begann, kippte zunehmend in Ungeduld. Der Ruf nach einem Neustart schallte durch die Zuschauerränge.
Der deutsche Schiedsrichter Marcel Eckardt versuchte zwar, die Ordnung wiederherzustellen, doch die Situation eskalierte. Allen, sichtlich frustriert, lehnte einen Wiederbeginn ab. Dann kam es, wie es oft kommt: In einem Moment der Nervosität lochte er versehentlich die schwarze Kugel, womit er Wu den Ausgleich ermöglichte. Ein Frame, der nicht nur die Länge, sondern auch die emotionale Achterbahnfahrt in Erinnerung bleiben wird.
Die Zeit tickt weiter: Das Match wird am Samstag (12:00 Uhr/Eurosport) fortgesetzt. Ob die Spieler die Ereignisse des gestrigen Abends vergessen haben, bleibt abzuwarten. Ein Faktum ist jedoch klar: Dieser Frame hat nicht nur einen neuen Rekord aufgestellt, sondern auch die Grenzen des Snooker-Sports ausgetestet. Die Spannung vor dem Finale ist kaum zu übertreffen. Die Frage ist, ob Allen die Nerven behält oder ob Wu die Gelegenheit nutzt, um das Ruder herumzureißen.
