Snooker-skandal: o'sullivans tiza sorgt für heftige kontroversen
Die Snooker-Welt steht Kopf! Ronnie O'Sullivan, der siebenmalige Weltmeister, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst – und das liegt nicht an seinem Spiel, sondern an seiner ungewöhnlichen Wahl des Zubehörs: seiner Tiza. Während seine Rivalen auf modernste Materialien setzen, hält O'Sullivan an der klassischen Triangle-Tiza fest, und das sorgt für hitzige Diskussionen und offene Forderungen nach einem Verbot.

Ein relikt der vergangenheit stört die profis
Die Triangle-Tiza, die deutlichere Spuren auf dem Tisch hinterlässt und zu unvorhersehbaren Abprallern führen kann, ist ein Anachronismus in der heutigen Profi-Snooker-Szene. Die meisten Spieler bevorzugen mittlerweile die Tiza der Marke Taom, die seit 2017 auf dem Markt ist und sich schnell als Favorit etabliert hat. John Higgins, vierfacher Weltmeister und O'Sullivans Erzrivale, brachte seine Verärgerung nach seinem dramatischen Achtelfinal-Duell gegen 'The Rocket' deutlich zum Ausdruck: "Es ist, als würde man zurück in die Vergangenheit reisen, wenn man gegen ihn spielt."
Higgins ist nicht der Einzige, der sich über O'Sullivans Wahl ärgert. Neil Robertson, ebenfalls ein Top-Spieler, forderte ebenfalls ein Verbot. "Alle Spieler hassen diese Tiza, weil sie das Spiel ruinieren. Es gibt unberechenbare Abpraller, und das Ganze hinterlässt eine Sauerei auf dem Tisch." Er spielte auf die Verbindung von O'Sullivan zu dem Künstler Damien Hirst an, indem er hinzufügte: "Es ist, als würde er mit Tiza ein Kunstwerk auf der Spieloberfläche schaffen."
Die Besonderheit: Kontrolle oder Chaos? Es gibt jedoch eine Erklärung für O'Sullivans Hartnäckigkeit. Der 'Rocket' scheint zu glauben, dass er mit der Triangle-Tiza eine bessere Kontrolle über den weißen Ball behält. "Ronnie benutzt sie wahrscheinlich, weil er die beste Kontrolle über den weißen Ball hat, den es im Spiel gibt“, so Higgins. „Er fühlt, dass er den Ball besser kontrollieren kann, wenn wir schlechte Schüsse und Abprallwinkel haben.“
Die Diskussion zeigt deutlich, wie sehr die kleinen Details im Snooker das Spiel beeinflussen können und wie sehr die Spieler an ihren individuellen Vorlieben festhalten – selbst wenn diese den Rest des Feldes stören. Ob die Forderungen nach einem Verbot der Triangle-Tiza Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der Snooker-Skandal um O'Sullivans Tiza wird noch lange für Gesprächsstoff sorgen.
