Slot verteidigt wirtz: 7 tore reichen nicht – der knall kommt noch
Arne Slot schlägt zurück. Seit Tagen kursieren Zahlen, die Florian Wirtz als Flop debutieren lassen wollen: sieben Tore, zehn Vorlagen in 46 Pflichtspielen. Der Liverpool-Coach lacht nicht, er schmettert. „Reiner Zufall“, sagt er, „und er wird das ändern.“

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Slot erzählt, wie Wirtz in der Nachspielzeit einen Zweikampf riss, 40 Meter sprintete und das Leder ins Kreuzeck hämmerte. „Ich bin nicht sicher, ob er das vor acht Monaten schafft.“ Der Niederländer sieht keine Leistungseinbrüche, sondern einen „Weltklassespieler“, der gerade erst 22 geworden ist. „Fast jeder ist mit 25, 26 in Bestform.“
Die Kritik versteht er als Lehrgeld. Wirtz kam als teuerster deutscher Transfer auf die Insel, das Etikett „Zukunft Englands“ klebte sofort am Trikot. Dass die Tore ausblieben, lag für Slot an Positionswechseln, an englischen Wochen, an einem Körper, der noch wächst. „Er lernt, sich gegen 90-Kilo-Verteidiger durchzusetzen. Das sieht man erst, wenn das Spiel ruckelt.“
Liverpool liegt vierter, die Titelverteidigung ist vorbei, die Champions-League-Quali greifbar. Am Sonntag wartet Manchester United, danach Chelsea, Villa, Brentford. Slot setzt weiter auf Wirtz – und auf die Zeit. „Solange sie sich nicht verletzen, werden sie besser.“ Die Saison ist nicht sein Maßstab. Der Countdown läuft erst richtig, wenn Wirtz 25 ist.
