Skyliners: gala-glanz, dann bittere pleite – play-in unwahrscheinlich

Frankfurt am Main – Rekord-Spenden, Standing Ovations und ein strahlender Jamie Edoka am Samstagabend. Doch die Skyliners Frankfurt mussten am Sonntag eine herbe Abrechnung erleben: Mit 73:93 gegen den Tabellenvorletzten aus Heidelberg verpassten die Hessen den vorzeitigen Klassenerhalt und schienen die Play-In-Hoffnungen endgültig begraben.

Ein wochenende der extreme

Ein wochenende der extreme

Die Stimmung im Gesellschaftshaus im Palmengarten am Samstag war euphorisch. Die 15. Benefizgala für das Projekt „Basketball macht Schule“ lockte zahlreiche prominente Gäste an und brachte eine Spendensumme von 138.000 Euro ein – ein neuer Rekord! Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg übernahm sogar die Patenschaft für acht AGs, ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die Jugendarbeit der Skyliners.

Doch die gute Laune konnte das Team am Sonntag nicht auf den Court bringen. Von Beginn an wirkten die Frankfurter lustlos und unkonzentriert. Die Defensive ließ zu viele Punkte zu, und im Angriff fanden die Skyliners kaum eine Lösung gegen die robuste Verteidigung der Heidelberger. “Wir haben in den ersten Minuten noch gut verteidigt und auch unsere Würfe getroffen, aber insgesamt war das natürlich eine enttäuschende Leistung, die wir gezeigt haben”, kommentierte Chef-Trainer Klaus Perwas bedauernd.

Die fehlende Durchschlagskraft in der Zone – lediglich 20 Punkte gegenüber Heidelbergs 44 – und die schwache Trefferquote von Dreipunktelinie (nur 28 Prozent) taten das ihre Übrige. Die Skyliners verloren das Duell in der Höhe deutlich und müssen nun wohl ohne Play-In-Teilnahme in die restliche Saison gehen.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: Youngster Jamie Edoka, der unmittelbar vor der Gala die deutsche U18-Nationalmannschaft zum Sieg beim Albert-Schweitzer-Turnier führte und zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde, feierte einen weiteren Erfolg. Seine Leistung ist ein Lichtblick in einer ansonsten dunklen Saison.

Die Skyliners-Saison 2025/26 steht somit vor dem Aus. Der Weg in die Post-Season ist zu weit. Die Hessen müssen sich auf eine schwierige Hauptrunde einstellen und hoffen, dass Heidelberg in den verbleibenden Spielen nicht noch stärker aufspielt, um die Abstiegsplätze zu verlassen. Die Chance ist gering, aber solange es mathematisch möglich ist, darf die Hoffnung nicht sterben.