Skispringen: raimund erteilt slowenischen fans eine deutliche lektion
Skispringen: raimund erteilt slowenischen fans eine deutliche lektion
Predazzo/Deutschland – Ein ungewöhnlicher Vorfall in der Mixed Zone nach dem Skispringen in Predazzo sorgte für Aufsehen. Der deutsche Skisprungstar Philipp Raimund wurde von slowenischen Fans mit Anfeindungen konfrontiert, die sich fälschlicherweise an ihn für einen Vorfall mit Domen Prevc rächen wollten. Der Olympiasieger reagierte umgehend und ermahnte die Fans eindrucksvoll.
Verwechslung und fehlgeleitete wut
Nach seinem neunten Platz bei dem Wettkampf von der Großschanze wurde Raimund von jubelnden, aber auch aufgebrachten slowenischen Fans umringt. Diese skandierten wiederholt “Nein! Nein! Nein!”, Worte, die Hubert Mathis, ein Kontrolleur des Weltverbandes, Ende Januar bei der Skiflug-WM in Oberstdorf Domen Prevc entgegengebracht hatte. Damals waren Prevc’ Ski unkontrolliert die Schanze hinuntergerutscht, was zu einer kurzzeitigen Disqualifikation führte.

Raimunds klarstellung und gerechtigkeitsempfinden
Philipp Raimund zeigte sich sichtlich verärgert über die Situation. “Ich fand das ein bisschen unangenehm, ich hatte damit ja absolut nichts am Hut,” erklärte er. Er wies die Fans darauf hin, dass Hubert Mathis Schweizer und nicht Deutscher sei. Er äußerte zudem sein Missfallen darüber, dass ihm die Anfeindungen ausgerechnet nach Prevcs Sieg vorgetragen wurden. “Das finde ich etwas unpassend. Komplett unnötig, das zeugt aber von menschlicher Schwäche.”

Keine persönlichen animositäten gegenüber prevc
Trotz des Vorfalls betonte Raimund, dass er ein gutes Verhältnis zu Domen Prevc habe. “Nee, ich bin mit dem Domen voll fein. Also, ich mag ihn sehr,” so der deutsche Skispringer. Er sieht das Problem vielmehr in dem Verhalten einiger Fans, die sich zu viele Freiheiten herausnehmen. Er verwies auf ähnliche Vorfälle im polnischen Lager, wo die Skispringerin Pola Beltowska nach einer verpassten Medaille im Internet mit Hassnachrichten konfrontiert wurde.
Ein appell an die fan-kultur
Raimund machte deutlich, dass solche Aktionen inakzeptabel sind. “Nein! Nein! Nein! – So geht es nicht!”, rief er den aufgebrachten Fans entgegen. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Aggressivität im Sport und die Notwendigkeit einer respektvollen Fan-Kultur. Es ist wichtig, dass die Begeisterung für den Sport nicht in Hass und Anfeindungen umschlägt.
Zusammenfassung der vorfälle
- Ort: Predazzo, Italien
- Datum: 14. Februar 2026
- Betroffene: Philipp Raimund, Domen Prevc, Hubert Mathis
- Ursache: Verwechslung und fehlgeleitete Wut der slowenischen Fans
- Raimunds Reaktion: Deutliche Ermahnung und Verteidigung der Fairness
