Skicross-woche der superlative: smith siegt, junioren holen gold
Craigleith bebt, St. Moritz jubelt. In einer Serie, die an vergangene Glanzzeiten erinnert, schrieb die Schweiz am Wochenende zweimal Skicross-Geschichte – und das nur wenige Stunden auseinander.
Fanny smith schlägt zurück
Die 31-Jährige musste nach ihrer Syndesmoseschreck-Pause keine Runden gewinnen, sie musste nur die Richtige gewinnen: das Finale. Viertel- und Halbfinale lieferte sie sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit Teamkollegin Saskja Lack, blieb jeweils Zweite – und legte im letzten Heat den Turbo-Burst hin. 3:49 Minuten nach dem Start lag Smith mit deutlichem Vorsprung vor Hannah Schmidt und Jole Galli im Ziel. Lack lieferte sich ein Sprint-Finish um Bronze, verpasste es um zwei Zehntel und wurde Vierter. «Ich wusste, dass die Beine im Finale kommen, wenn ich sie brauche», sagte Smith, ohne zu lächeln – dafür mit Gold im Gepäck.
Isabelle Zippert verpasste als Vierte im Halbfinale den Einzug ins Finale, Cousin verzichtete auf den Viertel-Einstieg. Bei den Männern erwischte es die Crème-de-la-Crème früh: Alex Fiva, Tobias Baur und Romain Detraz flogen im Achtelfinal-Aus, Jonas Lenherr meldete sich krank. Ryan Regez riss das Fahnenchen mit Rang sechs aus dem Feuer – Youri Duplessis-Kergomard aus Frankreich nahm den Sieg mit.

Junioren-duo lässt st. moritz erbeben
Während die Weltelite in Kanada pumpte, ging in der Heimat die nächste Goldwelle durchs Engadin. Chiara von Moos, am Vortag schon Einzel-Weltmeisterin, fuhr gemeinsam mit Celien Crettet im Teamevent der U21-Kategorie die Konkurrenz schwindelig. Die beiden Schweizerinnen dominierten beide Halbfinals, schlichen sich im Finale an den Führungswechsel vorbei und lagen am Ende mit einer Skilänge vorne. «Wir haben uns angeschaut, wo die Lücken entstehen – und dann zugeschlagen», sagte von Moos. Gold Nummer zwei innerhalb von 24 Stunden.
Die Bilanz des Wochenendes: zwei Etappensiege, ein Junioren-Doppel, null Niederlage. Die Schweizer Skicross-Saison ist zurück – und sie riecht nach Metall.
