Skandal um yeferson cossio: avianca wirft influencer raus – stinkbombe über dem atlantik
Ein harmloser Witz? Vergiss es. Zwischen Bogotá und Madrid wurde ein Flug zur Gefahr – und ein Influencer zum Fall für Gerichte. Avianca kündigt jetzt, dass Yeferson Cossio nie wieder mit ihr fliegt. Grund: eine selbstgebaute Stinkbombe, die in 11 000 Metern Höhe über dem Atlantischen Ozean explodierte.
Was genau passierte an bord von flug av46?
Am 11. März, kurz nach dem Frühstücksservice, verbreitet sich ein Gestank. Chemisch. Übel. Die Crew alarmiert das Cockpit, denn im Recycling-System einer Boeing 787bleibt nichts unentdeckt. Passagiere ziehen sich T-Shirts vor die Nase, ein Kind beginnt zu würgen. Der Kapitän ordnet sofortige Überprüfung aller Filter an, das Flugzeug befindet sich aber über offenem Wasser – keine Diversion möglich. Eine Flugbegleiterin entdeckt den Verdächtigen: Cossio filmt sich selbst, während er eine kleine Glasampulle zerbricht. Laut interner E-Mail an das Bodenpersonal lautet ihr Fazit: „Reinste Sabotage, nur wegen Klicks.“
Avianca schaltet Anwälte ein. Grundlage: Klausel 8.6 des Beförderungsvertrags – Sicherheitsverstoß, Behinderung der Crew, Gefährdung der Hygiene. Die Airline streicht alle künftigen Tickets des 28-Jährigen und kündigt zusätzlich „zivil- und strafrechtliche Schritte“ an. Der Schaden: Imageverlust, Ersatzflug für 14 Crew-Mitglieder, zusätzliche Wartung. Kein Wort über Geld, aber Insider schätzen die Forderung auf mindestens 300 000 US-Dollar.

Cossio lacht – und droht zurück
Auf Instagram postet der Antioquia-Sohn ein Selfie mit der Überschrift „Mero chisme“ – reines Klatsch. Er sei gerade erst aufgewacht, „und schon erfinden die was“. Dazwischen lachende Emojis. Doch hinter den Kulissen arbeitet sein Management an einer Gegendarstellung. Vertraute sprechen von „völlig aus dem Zusammenhang gerissen“. Videoschnipsel würden beweisen, dass andere Passagiere „mitgemacht“ hätten. Die Beweislast liegt aber bei Cossio – und Avianca hat sowohl die geschwärzte Passagierliste als auch Luftfilter-Proben sichern lassen.
Die Öffentlichkeit zeigt sich wenig gnädig. Unter dem Hashtag #NoALasBromasPeligrosas trendet Kolumbien. Kommentare: „Diese Clowns glauben, die Welt sei ihre Bühne.“ Selbst Regierungsvertreter nennen den Vorfall „Beispiel für fehlende Konsequenzen im Influencer-Zeitalter“. Im Kongress liegen bereits drei Gesetzesentwürfe, die Störungen an Bord künftig mit bis zu vier Jahren Haft ahnden wollen – unabhängig von Followerzahl.

Der sportlerblick: warum uns das alle angeht
Als Beobachter der Sportwelt kenne ich die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit. Aber wo Training auf Selbstdiszipline baut, fehlt hier jede Kontrolle. Sponsoren verlangen Seriosität – und die Luftfahrt lebt von Vertrauen. Sollte Cossio tatsächlich fliegen müssen, wird er umsteigen müssen: keine kolumbianische Airline will ihn derzeit listen. Ein Sprecher von Latam sagt lapidar: „Sicherheit vor Klout.“
Die Moral: Ein Like vergeht in Sekunden, eine Sicherheitslücke kann Todesopfer fordern. Cossios nächstes Video wird nicht auf 10 000 Metern gedreht – sondern vermutlich vor Gericht. Und Avianca? Die sichert sich ab: Piloten erhalten zusätzliche Sensoren, die chemische Spuren sofort melden. Der Preis für den Spaß zahlt am Ende der Passagier – durch längere Check-in-Zeiten und verschärfte Kontrollen. Das ist kein Streit zwischen Star und Airline mehr, sondern ein Exempel. Die Skyline bleibt tabu für Streiche – Punkt.
