Sinner vor wimbledon: titelverteidigung trotz fitness-fragen?

Jannik Sinner, der Überraschungssieger von Wimbledon, geht als klarer Favorit in das diesjährige Turnier. Doch hinter der Kulisse brodeln Fragezeichen: Kann der Weltranglistenerste seinen Titel tatsächlich verteidigen, angesichts seiner jüngsten körperlichen Probleme und einer ungewöhnlich kurzen Vorbereitung?

Der schatten von paris lastet schwer

Die French Open waren für Sinner ein Desaster. Trotz einer komfortablen Führung im Viertelfinale gegen Juan Manuel Cerundolo brach der Italiener überraschend ein, geplagt von Erschöpfung und Schwindel. Ein Drama, dessen Folgen nun Wimbledon überschatten. Die lange Trainingspause danach und das Ausbleiben von Vorbereitungsturniern auf Rasen werfen Fragen auf.

Doch Sinner gibt sich optimistisch. „Es gab viele lange Trainingseinheiten und ich bin sehr zufrieden mit meiner körperlichen Verfassung und meinem mentalen Zustand“, teilte er gegenüber „Vogue“ mit. Er betont die Bedeutung einer Woche der Erholung mit Freunden und Familie, um mental frisch in das Turnier zu starten.

Vondrousova scheitert an dopingtest

Vondrousova scheitert an dopingtest

Neben Sinners Fitness-Sorgen gibt es auch eine weitere Schlagzeile aus der Tenniswelt: Die Wimbledon-Siegerin des Vorjahres, Marketa Vondrousova, wurde nach einem verpassten Dopingtest für vier Jahre gesperrt. Ein schwerer Schlag für die tschechische Spielerin und ein bitterer Moment für das Tennistournier.

Der Weg zur Titelverteidigung ist für Sinner zudem durch den Ausfall von Carlos Alcaraz, seinem Dauerrivalen vom letzten Jahr, freigeräumt. „Das Wichtigste für mich ist, mental an einem guten Punkt zu sein“, so Sinner. Er wird seine Vorbereitung mit einem Einladungsturnier im Hurlingham Club abschließen, um sich an das Rasen-Feeling zu gewöhnen.

Sollte der Körper mitspielen, wird Sinner zweifellos versuchen, seine Dominanz auf dem Court zu demonstrieren. Er hat in den letzten Wochen hart gearbeitet und scheint körperlich bereit zu sein. Der Fokus liegt nun auf dem mentalen Aspekt und dem Willen, den Titel zu verteidigen. Die Augen sind auf ihn gerichtet, und die Tenniswelt hält den Atem an.