Sinner schlägt alcaraz auf sand: barazzutti sieht spanier „auf tauchstation"

Monaco – Wer noch vor drei Wochen behauptete, Jannik Sinner sei auf Sand verwundbar, wurde am Sonntag im Fürstentum lautlos belogen. Der Südtiroler zerlegte Carlos Alcaraz im Finale, brillierte mit gedämpften Bällen und Netzangriffen – und jagt dem Spanier nun auch in dessen Wohnzimmer Angst ein. Corrado Barazzutti, einst Weltranglisten-Siebter und 1977 Finalist im „Country Club", zieht ein vernichtendes Fazit: „Carlos wirkt verwirrt. Wenn er nicht sofort umschaltet, muss er in Rom und Paris nur noch hinterherlaufen."

Barazzutti: „die sand-mauer ist gefallen"

Der Italiener kennt jede Nuance der roten Asche. „Früher war Sand ein Doktoratsstudium, heute ein Sprint. Jannik hat in fünf Tagen verstanden, dass der Ball hier länger lebt und man eine Extralösung mitbringen muss.“ Die Zahlen sprechen für sich: 14 Winner am Netz, 9 gedefte Bälle, nur 8 unerzwungene Fehler. „Das ist kein Zufall, das ist Absicht“, so Barazzutti. „Er hat das Drehbuch umgeschrieben und Alcaraz die Luft abgedreht."

Die Psycho-Logie hinter dem 6:3, 6:4? „Carlos schaut zurückspringende Bälle an, als wären sie fremd. Sein Timing fehlt um Millisekunden, und genau das reicht auf Sand, um in die Kette zu geraten.“ Barazzutti erinnert an Roland-Garros 2025: „Drei Matchbälle ließ er liegen. Seitdem hat er den Splitter im Kopf, und Jannik weiß das."

Roms gladiatoren dürfen sich warm anziehen

Roms gladiatoren dürfen sich warm anziehen

In elf Tagen donnert der Centre Court im Foro Italico. „Das Publikum wird Jannik tragen“, prophezeit Barazzutti. „Rom ist ein Vulkan, aber er hat gelernt, Lava zu spielen.“ Ob Madrid davor noch auf dem Plan steht, lässt Sinner offen. Sein Team plant Last-Minute-Checks mit Physio Giacomo Naldi. „Wenn der Körper Nein sagt, fliegt er nach Südtirol, schnappt sich seine Angel und tankt Seelenbalsam. Rom ist das Ziel, nicht Madrid."

Alcaraz muss dagegen nach Barcelona reisen – mit dem Druck, schon diese Woche die Revanche zu landen, sonst droht ihm vor Paris ein Tsunami an Zweifeln. „Ein einziger Turniersieg reicht, um den Knopf umzulegen“, glaubt Barazzutti. „Aber der Zeitrahmen schrumpft. Jannik jagt ihn, nicht umgekehrt."

Die Botschaft ist klar: Das Sand-Königreich hat einen neuen Thronfolger. Und im Kolosseum von Rom wird es kein Pardon geben.