Sinner rüttelt am thron: alcaraz' vorsprung schmilzt auf 2.150 punkte
Jannik Sinner hat in Indian Wells nicht nur den Masters-1000-Titel geholt – er hat der ATP-Weltspitze einen Zahn gezogen. Mit dem 1.000-Punkte-Coup schrumpft der Rückstand auf Carlos Alcaraz auf 2.150 Zähler. Und das ist erst der Anfang.
Der clostebol-bonus: warum sinner bis rom punkte nur dazugewinnen kann
Der italienische Bull hat ein Schutzschild: Weil er 2025 wegen der Doping-Sperre komplett auf Sand verpasste, hat er bis einschließlich Rom null Punkte zu verteidigen. Alcaraz hingegen muss in diesem Zeitraum 1.330 Punkte abladen – allein durch seinen Monte-Carlo-Sieg und das Barcelona-Finale. Rechnet man Miami dazu, wo der Spanke nach seinem First-Round-K.o. nur 10 Punkte auf dem Konto hat, wird klar: Jeder Sieg von Sinner schmerzt doppelt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Vor dem Australian Open betrug der Abstand noch 3.350 Punkte. Seitdem hat Sinner 46 von 48 möglichen Matches gewonnen, zwei Titel eingesackt und den Gap um mehr als 1.000 Zähler gekürzt. Novak Djokovic ist inzwischen 6.030 Punkte hinter Sinner – die Nummer drei rückt in weite Ferne.

Miami und das sunshine double: sinner jagt agassi, federer und djokovic
Nächste Station: Miami. Dort gewann Sinner 2024, Alcaraz schied 2025 früh aus. Sollte der 23-Jährige auch in Florida triumphieren, wäre er nur der vierte Spieler dieses Jahrhunderts, der die Sunshine Double in einem Jahr schafft – nach Agassi, Federer und Djokovic. Keine Liste, sondern ein Schlag in die Magengrube der Konkurrenz.
Doch Vorsicht: Alcaraz wird sich nicht ergeben. Nach Miami folgt die rote Saison, in der er 3.000 Punkte aus Rom und Paris verteidigen muss, Sinner nur 1.950. Selbst wenn der Italiener bis dahi gleichzieht, muss er in den Masters 1000 mindestens eine Runde weiterkommen als der Spanke. Die Königsklasse beginnt also erst richtig.
Die Uhr tickt. In sechs Wochen kann Sinner weitere 1.000 Punkte zulegen, ohne auch nur einen zu verspielen. Alcaraz muss sich umdrehen und sprinten. Die Jagd ist offen – und sie wird in Monte Carlo erbarmungslos weitergehen.
