Sinner jagt den zwölften sieg: popyrin wartet auf dem asche-thron

Zwölf Siege in Serie auf roter Asche – ein Rekordlauf, der selbst die alten Giganten aufhorchen lässt. Jannik Sinner rollt durch Rom wie ein Düsentriebwerk mit Spin, und heute Abend soll Alexei Popyrin die nächste Schneise schlagen.

Popyrin: der aussie mit dem heimlichen leben auf sand

Nur vier Siege standen 2026 in seiner Statistik – vier davon auf Sand. Das sagt mehr über seine Beziehung zum roten Pulver als jedes Ranking. Nach neun Erstrunden-K.o.s in dieser Saison schlägt der Australier plötzlich zu wie ein Boxer, der erst im siebten Round merkt, dass er linker Haken tragen darf. Berrettini flog mit 2-6 3-6 vom Platz, Mensik wurde in drei Sätzen zerlegt – 6-3 2-6 6-4, ein Score, der zeigt: Popyrin kann kurz abdrehen, aber er kommt zurück, immer.

Die Vorzeichen? Ein einziges Duell auf Sand, 2021 in Madrid, gewann Popyrin. Danach nahm Sinner ihm die Luft: US Open, Doha – beide Male in zwei Sätzen, beide Male mit dem Gefühl, als hätte der Südtiroler die Uhr vorgestellt.

Sinner und das fehlende meisterstück

Sinner und das fehlende meisterstück

Rom ist das letzte Puzzle-Teil. Das einzige Masters-1000-Turnier, das ihm noch fehlt. Mit einem Freilos startete er souverän gegen Ofner – 6-3 6-4, ein Trainingsspiel mit Publikum. Die Frage ist nicht, ob er gewinnt, sondern wie schnell er die Geduld des Gegners zerreißt.

Center Court, dritter Match nach Cirstea-Noskova und dem US-Duell Gauff-Jovic. Die Tribünen werden kochen, denn Rom liebt Narrative – und dieses hier trägt die Handschrift eines Mannes, der die Asche in Gold verwandelt.

Die Zahlen? 12:0 auf Sand seit Monte Carlo. Drei Turniere, drei Titel. Wer dagegenhalten will, muss mehr als Aufschlag und Vorhand mitbringen – er braucht eine Geschichte, die stärker ist als die von Sinner. Popyrin hat sie heute Abend zu schreiben, sonst wird sie wieder der Südtiroler erzählen – und das letzte leere Feld im Palmares endlich ausfüllen.