Sinner jagt alcaraz: die punkterechnung nach indian wells
Indian Wells war zwei Jahre lang Carlos Alcaraz' Wohnzimmer. 2023 gewann er dort, 2024 auch. Im März 2026 könnte das Turnier in der Wüste Kaliforniens einen neuen Hausherrn bekommen – und selbst wenn Jannik Sinner das Finale gegen Daniil Medvedev verliert, hat er bereits gewonnen. Zumindest in der Weltrangliste.
650 Punkte aus dem nichts – und noch mehr ist möglich
Der Hintergrund erklärt die Dimension: Sinner hatte Indian Wells 2025 komplett ausgelassen. Der Clostebol-Fall zwang ihn, alle Turniere zwischen dem Australian Open und Rom zu verpassen. Das bedeutet: Kein einziger Punkt muss verteidigt werden. Die 650 Punkte, die er durch den Finaleinzug eingefahren hat, sind reiner Nettogewinn. Bei einem Sieg über Medvedev wären es 1.000 Punkte – das einzige Masters auf Hartplatz, das ihm bislang fehlt.
Alcaraz dagegen stand schon im Halbfinale 2025. Seine 400 Punkte von damals bleiben bestehen, mehr kommt nicht dazu. Die Rechnung ist simpel: Sinner rückt näher. Nach dem Ranking-Update von morgen wird der Abstand auf den Spanier auf 2.150 Punkte schrumpfen – statt der aktuellen 2.500. Alcaraz steht bei 13.550 Punkten, Sinner bei 11.050, im Falle eines Titels bei 11.400.

Miami: alcaraz mit fast nichts zu verlieren, sinner mit allem zu gewinnen
Das nächste Masters kommt schnell. In Miami hat Alcaraz aus dem Vorjahr nur 10 Punkte zu verteidigen – er verlor 2025 in der ersten Runde gegen David Goffin. Sinner? Null Punkte auf dem Konto, null zu verlieren. Jeder Sieg dort ist ein Schritt nach oben, ohne Risiko nach unten.
Bis Rom bleibt Sinner in dieser komfortablen Zone. Kein Ballast aus der Vergangenheit, nur Punkte, die er sammeln kann. Alcaraz hingegen trägt ein schweres Gepäck in die Sandplatzsaison: 1.330 Punkte aus dem Sieg in Monte-Carlo und dem Finaleinzug in Barcelona 2025 müssen verteidigt werden. Madrid spielte 2025 keiner von beiden.

Der große showdown beginnt in rom
Zwischen Rom und Paris läuft dann die eigentliche Entscheidung. Alcaraz hat dort 3.000 Punkte zu verteidigen, Sinner 1.950. Das ist der Moment, in dem sich zeigen wird, wer die Nummer eins des Welttennis wirklich ist – nicht nur auf dem Papier, sondern auf Sand, unter Druck, mit allem auf dem Spiel.
Nach dem Australian Open hatte Alcaraz noch 3.350 Punkte Vorsprung auf Sinner. Dieser Abstand schmilzt. Langsam, aber spürbar. Und Sinner hat noch nicht mal angefangen zu kämpfen.
