Sinner droht boykott? krach um preisgelder bei den us open!
New York – Die Tenniswelt steht am Rande eines heftigen Konflikts. Jannik Sinner, derzeit eine der prägenden Figuren des Herren-Tennis, erwägt laut einem Bericht der "The Times" einen Boykott des Mixed-Doppel Wettbewerbs bei den diesjährigen US Open. Der Grund: Die seit Monaten schwelenden Spannungen zwischen Spielern und den Organisatoren der Grand-Slam-Turniere drohen nun zu explodieren.
Die forderung der spieler: mehr anteile an den einnahmen
Im Zentrum der Kontroverse steht die Verteilung der lukrativen Turniereinnahmen. Die Topspieler, angeführt von Sinner, fordern einen deutlich größeren Anteil – konkret 22 Prozent der Gesamterlöse der Grand Slams. Nach den French Open, wo bereits mit Medienboykotten gedroht wurde, scheint die Lage nun weiter zu eskalieren. Namen wie Aryna Sabalenka, Iga Świątek, Coco Gauff und Jessica Pegula hatten ebenfalls ihre Unzufriedenheit signalisiert.
Wimbledon hatte zwar als Reaktion auf den Druck bereits eine Erhöhung des Preisgelds um 20 Prozent auf 64,2 Millionen Pfund beschlossen, doch die Spieler sehen ihre Kernforderungen damit noch nicht erfüllt. Der Boykott des Mixed-Doppel soll nun ein gezielter Druckmittel sein, um die Organisatoren der US Open zu einem Umdenken zu zwingen.

Die us open und das reformierte mixed-doppel
Die US Open hatten 2025 den Mixed-Doppel Wettbewerb grundlegend reformiert und in die Woche vor Beginn der Einzelkonkurrenzen verlegt. Dieser Schritt sollte die Topstars des Tennis locken – und zunächst auch Erfolg haben. Prominente Paare wie Carlos Alcaraz und Emma Raducanu, Pegula mit Jack Draper oder Fritz mit Elena Rybakina hatten angetreten. Novak Djokovic, der im Vorjahr mit seiner Landsfrau Olga Danilovic antrat, war ebenfalls dabei. Der Sieg ging an Sara Errani und Andrea Vavassori, die im Finale Świątek und Casper Ruud bezwangen und sich eine Prämie von einer Million US-Dollar sicherten.
Sinner, der 2025 krankheitsbedingt absagen musste, ist bislang der einzige namentlich genannte Spieler, der offen einen Boykott in Erwägung zieht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich weitere Stars anschließen könnten, was den Druck auf die Organisatoren weiter erhöhen würde. Die Frage ist, ob die US Open-Verantwortlichen nun einlenken und den Forderungen der Spieler nachkommen, um einen schalen Boykott zu verhindern.
Die Entwicklung bleibt spannend – und könnte weitreichende Konsequenzen für die Zukunft des professionellen Tennissports haben. Die Spieler zeigen deutlich, dass sie bereit sind, für ihre Interessen zu kämpfen, auch wenn dies bedeutet, auf lukrative Auftritte zu verzichten.
