Sinner auf rekordjagd: kann er die tennisgeschichte neu schreiben?

Jannik Sinner steht kurz davor, die Tenniswelt im Sturm erobern – und nicht nur durch seinen beeindruckenden Spielstil. Der Weltranglistenerste ist auf dem besten Weg, eine historische Saison zu erleben und könnte bald in einer exklusiven Liste von Tennislegenden landen. Ein Triumph bei den diesjährigen Internationalen von Rom wäre nur der nächste Schritt auf dieser erstaunlichen Reise.

Der weg zum „grand slam“: ein wettlauf gegen die zeit

Der weg zum „grand slam“: ein wettlauf gegen die zeit

Im Tennis gibt es eine Zahl, die für Größe steht: Sechzehn. Nicht das Fünfzehn, das für einen gewonnenen Punkt steht, sondern die Gesamtzahl der großen Turniere, die ein Spieler erobern kann: vier Grand Slams, neun Masters 1000, die ATP Finals, die Olympischen Spiele und die Davis Cup. Novak Djokovic ist bisher der Einzige, dem dies gelungen ist, indem er auch das olympische Gold in Paris 2024 gewann. Sinner, der bereits dreizehn dieser Turniere für sich entscheiden konnte, jagt Djokovic nun auf den Fersen.

Der italienische Superstar hat bereits acht Masters 1000-Turniere gewonnen, darunter der jüngst errungene Titel in Madrid – ein Sieg, der Zverev in Rekordzeit unterlegen war. Dazu kommen die Triumphe in Melbourne, Wimbledon und New York, sowie die Davis Cup-Erfolge von 2023 und 2024 und seine Rolle als amtierender ATP Finals-Champion. Nur noch drei große Ereignisse stehen auf seiner Liste – zwei davon auf Sand.

Das nächste Kapitel in Rom Mit Beginn der Internationalen von Italien am kommenden Mittwoch startet Sinner als klarer Favorit. Ein Sieg in Rom würde nicht nur den vierzehnten von insgesamt sechzehn großen Turnieren bedeuten, sondern auch den neunten unterschiedlichen Masters 1000-Titel – ein Rekord, der bisher ebenfalls nur Djokovic gehörte. Zudem könnte Sinner von der Abwesenheit von Carlos Alcaraz profitieren, der die gesamte Sandplatzsaison verpasst, und wertvolle Punkte gewinnen.

Die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028, auf Hartplatz, bieten ihm eine weitere vielversprechende Chance auf olympisches Gold. Sollte er dies schaffen, wäre er der erste italienische Einzelspieler, der bei den Spielen triumphiert – ein Erfolg, der an den jüngsten Doppelsieg von Errani und Paolini in Paris erinnert.

Sollte Sinner seine aktuelle Form beibehalten und die Turniere in Rom und Paris gewinnen, gefolgt von einem Sieg bei den Olympischen Spielen, könnte er bereits mit 27 Jahren alle sechzehn großen Turniere für sich entscheiden. Djokovic schaffte dies mit 37 Jahren – ein Beweis für Sinners außergewöhnliches Talent und seinen unstillbaren Durst nach Erfolg. Die Tenniswelt blickt gespannt zu, ob der junge Italiener diese historische Leistung erbringen kann. Die Zeichen stehen gut, und die Spannung ist kaum zu übertreffen.