Simeone versetzt barça-talk in rage: 'das war kein elfmeter – schaut euch an, wie wir spielen!'

Es war die Szene des Abends: Marc Pubill tippt den Ball mit der Hand, bevor er ihn weiterspielt. Barcelonafordert Elfmeter, Hansi Flick brüllt 'Rote Karte!', doch Giuliano Simeone lacht die Empörung aus. Die Wahrheit? Musso legt den Ball nie aus – und so beginnt ein verbaler Schlagabtausch, der die Mixed Zone in Atem hält.

Warum es keinen pfiff gab – und warum das richtig ist

Der Referee urteilt: Ball noch nicht im Spiel. Diego Simeone nennt es 'gesunder Menschenverstand'. Die Begründung steckt in einer Kleinigkeit: Juan Musso setzt den Ball auf den Rasen, doch er tritt nicht ab. Stattdessen schiebt er ihn rückwärts zu Pubill, der die Hand nutzt, um die Position zu korrigieren. Regeltechnisch ein toter Ball – kein Elfmeter, keine Karte, kein Drama. 'Wir lassen unseren Keeper nie ausspielen', sagt Giuliano und schiebt Journalisten das Handy unter die Nase. 'Sucht euch eine andere Story.'

Hansi Flick sieht das anders. 'Unfassbar, dass der Videoschiedsrichter nicht eingreift', wettert der Barça-Coach. Doch selbst sein eigener Spielführer hatte Sekunden zuvor eine ähnliche Hand-Aktion – ohne Prüfung. Die Ironie: Wer Doppelmeter fordert, sollte vor der eigenen Haustür kehren.

Musso packt aus:

Musso packt aus: 'lasst uns über fußball reden, nicht über nichts'

Der argentinische Keeper reagiert sichtlich genervt. 'Wenn wir 90 Minuten auf eine Berührung reduzieren, die keine war, verstehe ich diesen Sport nicht mehr.' Die Statistik gibt ihm recht: Atlético gewinnt 2:0, schießt beide Tore nach Balleroberungen vor dem eigenen Strafraum – und eben nicht nach Standards. 'Wir haben den Gegner hoch gepresst, Lücken gesucht und getroffen. Darüber sollten wir reden.'

Mateu Alemany, Sportdirektor der Rojiblancos, untermauert die Haltung: 'Der Schiedsrichter entscheidet, wann der Ball live ist. Solange er nicht pfeift, herrscht Spielpause. Ende der Diskussion.'

Am Dienstag steht Rückspiel an. Das Camp Nou wird kochen, doch Atlético reist mit zwei Toren Vorsprung und einer klaren Botschaft: Wir bestimmen, worüber gesprochen wird – und das ist unser Spiel, nicht eine Hand, die nie im Spiel war.