Silber für manser: drei hundertstel trennen den schweizer vom gold

Sandro Manser schafft das Kunststück, sich selbst zu übertreffen – und bleibt doch zweiter. Am Super-G der Junioren-Weltmeisterschaft 2026 krallt sich der Schweizer erneut Silber, verpasst den ersten Platz aber um haarscharfe 0,03 Sekunden. Die erste Medaille für die Eidgenossen in diesem WM-Winter.

Der 20-Jährige aus Laax war nach dem letzten Sprung noch im Ziel, als die Anzeige für Victor Haghighat aufleuchtete: 1:08,45 Minuten – drei Hundertstel schneller als Manser. Die Franzosen-Fahne ging hoch, die Schweizer Delegation verharrte in atemloser Sekunden-Schwebe. Dann der Befund: Silber, wieder Silber. „Ich bin stolz, aber leer“, sagte Manser, noch ehe die Salzburger Bergluft seine Wangen kühlt.

Die übrigen schweizer bleiben blass

Die übrigen schweizer bleiben blass

Während Mansers Kante perfekt im harten Schnee zog, verloren seine Teamkollegen früh den Faden. Robert Clarke rutschte auf Rang 20 ab, Aurelio Wyrsch musste sich mit Platz 34 begnügen. Für Jack Spencer endete das Rennen nach einem Ausritt im obersten Teil. Damit ist Manser erneut Einzelkämpfer – und Leuchtfeuer für Schweizer Ski-Hoffnungen.

Der Kanadier Jake Kertesz-Knight sicherte sich Bronze, doch die Blicke blieben bei der Mini-Duelle an der Spitze hängen. Haghighat, letztes Jahr noch Fünfter, revanchierte sich für die knappe Niederlage gegen Manser im alpinen Kombi. „Er fuhr eine aggressive Linie, ich habe mich ein bisschen zu sehr auf Sicherheit verlegt“, gestand Manser. Die Analyse dauert 0,03 Sekunden – und wird ein ganzes Jahr in seinem Kopf mitkreisen.

Für die Schweiz ist es der dritte Super-G-Silber-Treffer in Serie bei Junioren-WMs. Das Gold wartet weiter. Manser aber hat schon den nächsten Anlauf fest im Visier: Riesenslalom am Donnerstag. Drei Hundertstel – das ist die neue Messlatte. Und sie liegt verdammt nah.