Silber für die schweizer curling-damen – schweden holt gold in mailand
Enttäuschung und stolz im finale
Mailand/Cortina d’Ampezzo – Zum dritten Mal nach 2002 und 2006 stand ein Schweizer Frauen-Curlingteam im Olympia-Finale. Doch wie bei den vorherigen Teilnahmen musste sich das Team um Skip Silvana Tirinzoni dem Gegner geschlagen geben. Im packenden Finale unterlagen die Schweizerinnen dem schwedischen Team um Anna Hasselborg mit 5:6 und holen sich die Silbermedaille.

Schweden legt stark los
Das Finale gegen Schweden, das bislang stärkste Team des Turniers, begann für die Schweizerinnen denkbar schlecht. Die Schwedinnen spielten von Beginn an offensiv und effizient und gingen im ersten End mit zwei Steinen in Führung. Zwei Nuller-Ends folgten, bevor sich die Schweizerinnen ein vielversprechendes Zweierhaus aufbauen konnten. Doch der letzte Stein von Alina Pätz ging zu weit, wodurch die Schweiz lediglich auf 1:2 verkürzen konnte. Schweden erhöhte vor der Pause sogar auf 3:1.

Schweiz kämpft sich zurück
Die Schweizerinnen zeigten Moral und glichen nach sechs Ends mit einem eigenen Zweierhaus zum 3:3 aus. Im achten End zwangen sie Schweden zum Schreiben eines Steins. Eine Chance auf einen entscheidenden Double-Takeout und ein weiteres Zweierhaus bot sich, doch erneut scheiterten die Schweizerinnen am letzten Stein. Schweden stahl erstmals in dieser Partie einen Punkt – eine Szene von entscheidender Bedeutung.
Spannung bis zum letzten stein
Trotz des Rückschlags kämpften sich die Schweizerinnen zurück ins Spiel und glichen vor dem zehnten und letzten End auf 5:5 aus. Nun mussten sie eine Konstruktion aufbauen, um einen Stein zu stehlen. Ein starker Stein von Agnes Knochenhauer durchkreuzte jedoch diese Pläne. Nur ein schwedischer Fehlstein hätte der Schweiz den Sieg bescheren können, doch dieser blieb aus.
Knappe niederlage und silbermedaille
Mit einer knappen 5:6-Niederlage mussten sich die Schweizerinnen geschlagen geben. Das schwedische Team von Anna Hasselborg gewinnt somit zum zweiten Mal nach 2018 Olympia-Gold. Für Silvana Tirinzoni, Alina Pätz, Carole Howald und Selina Witschonke steht die Silbermedaille. Trotz der Enttäuschung über die Niederlage ist der Gewinn der Silbermedaille ein großer Erfolg.
Eine geschichtsträchtige olympiade
Die 23. Medaille rundet eine geschichtsträchtige Olympiade für die Schweizer Athleten ab. Auch wenn der Traum vom Gold nicht in Erfüllung ging, können die Schweizer Curling-Damen stolz auf ihre Leistung sein. Sie haben gekämpft, nie aufgegeben und eine starke Leistung gezeigt. Die Spiele in Mailand und Cortina werden in Erinnerung bleiben.
Ergebnisse im überblick
| Team | Ergebnis |
|---|---|
| Schweiz | 5 |
| Schweden | 6 |
