Siegemund scheitert: osaka stoppt deutsche hoffnung in paris
Paris – Ein frühes Aus für Laura Siegemund bei denFrench Open! Die deutsche Nummer Eins verpasste überraschend den Einzug in die dritte Runde und unterlag der ehemaligen Weltranglistenersten Naomi Osaka mit 3:6, 6:7 (3:7). Damit ist der Traum von einer Wiederholung ihres erfolgreichen Einzuges ins Viertelfinale von 2020 geplatzt.

Osaka setzt sich trotz modischer eskapaden durch
Das Match war geprägt von einem ungewöhnlichen Rahmenprogramm: Osaka sorgte bereits vor dem ersten Aufschlag für Gesprächsstoff, als sie in einem auffälligen, schwarzen Glitzerkleid auf den Court Suzanne-Lenglen erschien. Im Verlauf des Spiels wechselte sie dann zu einem bronzefarbenen Glitzer-Outfit. Doch trotz der modischen Experimente zeigte die Japanerin auf dem Platz eine konzentrierte Leistung.
Siegemund, bekannt für ihr taktisches Geschick und ihre Unangenehmheit für Gegnerinnen, hielt im ersten Satz gut mit. Doch Osakas kraftvolle Aufschläge, die vereinzelt die 195-Kilometer-Stunden-Marke erreichten, erwiesen sich als zu übermächtig. Im zweiten Satz gelang es der Schwäbin zwar, Osakas Rhythmus mit Stopps zu stören und einen Satzball zu erarbeiten. Doch die Japanerin wehrte sich und behauptete sich letztendlich.
Die Niederlage ist ein Rückschlag für das deutsche Team. Neben Siegemund scheiterten bereits andere deutsche Spielerinnen frühzeitig. Nur Eva Lys und Tamara Korpatsch haben das Glück, noch im Turnier vertreten zu sein und kämpfen nun ebenfalls um den Einzug in die dritte Runde.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Siegemunds dritte frühe Niederlage in Folge bei den French Open wirft Fragen nach ihrer aktuellen Form auf und unterstreicht, dass der Weg zurück an die Spitze des Tennis noch lang ist. Die Aufgabe der Deutschen ist nun, aus dieser Erfahrung zu lernen und gestärkt zurückzukommen.
