Siegemund scheitert in london: anisimova zu stark
London – Ein bitteres Ende für Laura Siegemund im Queen’s Club: Die deutsche Tennisspielerin ist im Achtelfinale an Amanda Anisimova gescheitert. Der klare 1:6, 3:6-Erfolg der Amerikanerin ließ wenig Raum für eine Überraschung, wirft aber Fragen nach Siegemunds Fitness auf.
Die metzingerin kämpfte mit gesundheitlichen problemen
Schon während des Matches war ein Husten bei Siegemund zu vernehmen. Ob diese Beeinträchtigung ihre Leistung negativ beeinflusste, bleibt Spekulation. Fakt ist: Anisimova, als Nummer zwei gesetzt, präsentierte sich in Topform und ließ der Deutschen kaum eine Chance. Die Wimbledon-Finalistin des Vorjahres nutzte die Schwächen der Deutschen geschickt aus und kontrollierte das Match von Anfang an.
Es war ein deutlicher Kontrast zum Triumph im vergangenen Jahr, als Siegemund Wimbledon überraschend bis ins Viertelfinale erreichte. Die Londoner Rasenplätze scheinen ihr dieses Mal nicht zu liegen, was besonders enttäuschend ist, da sie hier eigentlich eine gute Rolle spielen wollte.

Doppelhoffnung bleibt bestehen
Doch nicht alles ist verloren für Siegemund. Im Doppel trifft sie morgen an der Seite von Leylah Fernandez auf das erfahrene Duo Victoria Mboko und Serena Williams. Williams‘ Comeback hat für Aufsehen gesorgt, und der Duft nach einem weiteren Highlight liegt in der Luft. Ihre Erfahrung und ihr Können könnten für Siegemund und Fernandez entscheidend sein. Ob sie die mentale Frustration des Einzel-Aus überwinden kann, wird sich zeigen.
Für das deutsche Team im Einzel gibt es im Turnier nur noch Tatjana Maria, die sich über die Qualifikation bis ins Achtelfinale vorgekämpft hat. Ihre Aufgabe gegen die Weltranglistenzweite Jelena Rybakina wird jedoch alles andere als einfach. Die Frage ist, ob sie die Energie und den Kampfgeist aufbringen kann, um Rybakina herauszufordern. Die deutsche Tennis-Hoffnung ruht somit auf ihren Schultern.
