Shiffrin und odermatt: ehrliche worte über mentale stärke im ski-zirkus
Die Luft nach einer langen Saison ist raus, doch die Erkenntnisse bleiben. Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt, die frischgebackenen Gesamtweltcupsieger, haben im FIS-Podcast „Alpine Pulse Unplugged“ tiefgründige Einblicke in ihre mentale Vorbereitung gewährt – und dabei bewunderten sich gegenseitig.
Der druck am start: ein kampf mit sich selbst
Shiffrin, die bereits ihren sechsten Gesamtweltcup feiern durfte, offenbarte, wie intensiv die Emotionen und der Stress am Start sind. „Ich finde es faszinierend, die Athleten vor dem Start zu beobachten. Man sieht so viel“, gestand die dreifache Olympiasiegerin. Der Kontrast zu Odermatt, der am Start eine bemerkenswerte Konzentration zeigt, ist dabei frappierend. „Es ist unglaublich, wie du das immer schaffst, dich selbst nicht im Weg zu stehen“, lobte Shiffrin den Schweizer.
Odermatt selbst räumte ein, dass diese mentale Stärke nicht immer gegeben ist. „Es ist nicht immer gleich, auch wenn ich es versuche. In jedem Rennen gelingt es mir nicht“, erklärte der 28-Jährige. Die Fähigkeit, in diese fokussierte Stimmung zu gelangen, ist jedoch zweifellos ein Schlüsselfaktor für seinen Erfolg.

Ein blick über den tellerrand: shiffrins respekt für odermatt
Doch die Bewunderung ist offenbar gegenseitig. Auch Odermatt zeigte sich beeindruckt von Shiffrins mentaler Stärke und ihrem konstanten Rennplan. „Du hast immer einen sehr guten Plan und weißt, wo du den Unterschied machen kannst. Es sieht nie so aus, als wärst du am Limit“, lobte er. Er betonte, wie schwierig es ist, diesen Druck über eine gesamte Saison hinweg zu bewältigen – eine Herausforderung, der Shiffrin seit mehr als einem Jahrzehnt meistert.
Shiffrin wiederum träumt davon, einmal das Gefühl einer fulminanten Abfahrt zu erleben. „Wie es sich anfühlt, mit dieser Kraft zu fahren… das kann man nur erahnen“, gestand sie. Ein Gefühl, das für sie aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen unerreichbar bleibt. Die Diskussion unterstreicht die unterschiedlichen Stärken und Herausforderungen, mit denen Athleten im Skisport konfrontiert sind – und die tiefe Verbundenheit, die sie trotz ihrer unterschiedlichen Disziplinen verbindet.
Die Ehrlichkeit beider Superstars im „Alpine Pulse Unplugged“-Podcast bietet einen seltenen Einblick in die psychologischen Aspekte des Leistungssports und zeigt, dass mentale Stärke genauso wichtig ist wie physische Fähigkeiten.
