Shiffrin erlebt olympia-déjà-vu: team-kombination endet in enttäuschung
Olympia-drama für mikaela shiffrin
Mikaela Shiffrin erlebte bei der alpinen Ski-Team-Kombination eine bittere Déjà-vu-Situation. Die US-amerikanische Ski-Superstarin patzerte im entscheidenden Moment, genau wie bei den Olympischen Spielen 2022. Niemand hatte mit diesem Ausgang gerechnet. Das Olympia-Drama wiederholte sich für Shiffrin, obwohl sie dachte, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben.

Spannung im starthaus
Als letzte Fahrerin stand Shiffrin im Starthaus, bereit, Gold für die USA zu gewinnen. Die drei Zehntel Vorsprung, die Breezy Johnson ihr mitgegeben hatte, schienen für die Slalom-Dominatorin ein Geschenk zu sein. Doch der ZDF-Kommentator Bernd Schmelzer hatte eine ungute Vorahnung: „Die Nerven, die Bilder von Peking – bekommt sie das aus dem Kopf heraus?“ Im Jahr 2022 war Shiffrin in Führung liegend ausgeschieden.
Gehemmtes fahren und verlorene zeit
Die schmerzhaften Erinnerungen schienen Shiffrin zu lähmen. Sie fuhr zwar ohne größere Fehler, wirkte aber nicht befreit und locker. Schon bei der ersten Zwischenzeit leuchtete es Rot auf. Schmelzer bemerkte: „Alles andere als Gold wäre eine Riesenüberraschung. Shiffrin, wann kommt sie? Sie ist nicht frei.“ Shiffrin konnte im unteren Teil des Kurses nicht mehr den Turbo zünden und verpasste nicht nur die Bestzeit, sondern auch das Podium. Am Ende blieb nur Platz vier.
Österreich gewinnt, usa enttäuscht
Katharina Huber und Ariane Rädler aus Österreich jubelten über den überraschenden Goldgewinn vor dem deutschen Duo Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher sowie dem US-Team II (Jacqueline Wiles & Paula Moltzan). Die Enttäuschung war groß bei USA I und besonders bei Shiffrin. Weidle-Winkelmann meinte: „Sie ist halt auch keine Maschine, sondern auch nur ein Mensch und hat halt auch mal einen nicht so guten Tag.“
Shiffrin sucht nach erklärungen
Shiffrin selbst erklärte nach dem Rennen: „Ich habe kein komfortables Level gefunden, das es mir erlaubt, Vollgas zu geben.“ Es sei schwer zu erklären, es gehe um ein „Gefühl unter den Füßen“. Die äußeren Umstände spielten ebenfalls eine Rolle: „Die Bedingungen wie heute – es ist das erste Mal, dass wir Bedingungen wie diese in der Saison sahen.“
Olympia als schwieriges pflaster
Für Shiffrin sind die Winterspiele eine komplizierte Beziehung. 2014 begann alles so gut mit Slalom-Gold, doch danach folgten olympische Dramen. 2018 gab es Gold im Riesenslalom und Silber in der Super-Kombination, 2022 dann das komplette Fiasko. Die erneute Enttäuschung wird für Shiffrin schwer zu verarbeiten sein. Ein Trost ist, dass Teamkollegin Johnson bereits Gold gewonnen hat.
Hoffnung auf den slalom
Shiffrin drohen die zweiten medaillenlosen Spiele in Serie. Trotzdem ist sie beim Slalom am 18. Februar die klare Favoritin. Sie betonte, dass sie kein geschwundenes Selbstvertrauen habe und die heutigen Erfahrungen analysieren werde. Möglicherweise gelingt ihr schon beim Riesenslalom am 15. Februar ein Befreiungsschlag, um in ihrer Spezialdisziplin wieder die nötige Lockerheit zu finden.
