Shanghai-schock: mclaren bleibt in der box – norris und piastri fallen komplett aus
Kein Ton vom Weltmeister, kein Quietschen der Reifen – der Große Preis von China beginnt ohne McLaren. Lando Norris und Oscar Piastri rollten nicht einmal zur Startaufstellung. Die roten Pfeile standen still in der Box, während die restliche Formel-1-Elite um Punkte kämpfte.

Die energie-blackout kam 30 minuten vor dem start
Mechaniker schraubten, Funken flogen. Doch das Energiesteuergerät blieb stur. Norris’ Wagen ging zuerst aus, Piastri folgte kurz vor dem Warm-up-Lap. Sky-Mikrofone fingen Piastri noch mit dem Satz „Mein Auto ist okay“ ein – Sekundenbruchteile später lief auch er nicht mehr an. Zwei Boliden, ein identischer Defekt, null Runden.
Die Folge: Ein Startplatz-Sarg mit zwei offenen Gräbern in Reihe drei und sechs. Für McLaren war die Reise vor dem Startsignal beendet. Die Mechaniker stellten die Wagen ab, zogen die Seitenschweller ab und verriegelten die Boxengarage. Statt Rundenzeiten gab es nur Schulterzucken.
Norris, vor einem Monat noch gefeiert als jüngster Weltmeister der Königsklasse, muss nun zuschauen, wie seine Konkurrenten ohne ihn Punkte sammeln. Piastri, letztes Jahr noch Sieger in Shanghai, erlebt die nächste technische Blamage nach seinem Ausfall in Melbourne. Die Australien-Pleite wiederholt sich – nur diesmal mit doppelter Schärfe.
Auch Alexander Albon und Gabriel Bortoleto kamen nicht los. Ihre Teams schoben die Autos aus der Box, doch die Startampel war bereits auf Rot. Die Startformation schrumpfte von 20 auf 16 Teilnehmer – ein Debakel für die TV-Rechte und für die Fans, die ihre Helden live erleben wollten.
Für McLaren ist der Zwischenfall ein Warnschuss vor der Europa-Saison. Die Zuverlässigkeit war zuletzt eine Stärke, nun hängt der Vorjahres-Champion in der Konstrukteurswertlung plötzlich wieder mit 0 Punkten fest. Die nächsten Rennen kommen schnell – und die Konkurrenz schläft nicht.
