Shakira & anitta: hit 'choka choka' steht unter plagiatsverdacht – argentinischer vorwurf sorgt für beben
Ein einziger TikTok-Clip reichte, um die Popwelt in zwei Lager zu spalten. Das argentinische Duo Sarao hält den neuen Megahit „Choka Choka“ von Shakira und Anitta für ein abgekupfertes Eigenwerk – und legt jetzt Beweise vor, die Sony Music unangenehm werden könnten.
„Boca mi boca“: die zeile, die alles auslöste
Die Musikerinnen veröffentlichten ein Split-Video, in dem ihre unveröffentlichte Demo neben dem Latin-Trap-Track läuft. Ergebnis: gleiche Reimstruktur, identische Metrik, fast identischer Kusslaut im Refrain. Sarao betont, die Aufnahme bereits vor fünf Monaten urheberrechtlich zu haben. Die Ähnlichkeit sei „nicht nur auffällig, sie ist lückenlos“.
Doch die Vorwürfe reichen tiefer. Auch das Neon-Fuchsia-Orange-Farbschema der Promo-Pics erinnert laut Fans auffällig an Saras Instagram-Posts aus dem Vorjahr. „Wir wollten keine Klage, wir wollten, dass es gesehen wird“, sagt Sängerin Lupe Sarao im kurzen Video – und wirbt stattdessen für ein gemeinsames Remix-Feature.

Ein lagerhaus voller grammy-gewinner
Hinter „Choka Choka“ steht kein Indie-Label, sondern ein Komiteen aus Daramola, Papatinho, Daniel Rondón und weiteren Top-Produzenten. Gerade diese Camps sind bekannt dafür, weltweit nach unterschwelliger Club-Musik zu fahnden, um Stars wie Shakira ein „frisches“ Sound-Korsett zu verpassen. Ob die Superstars selbst von der Vorlage wussten? Offiziell schweigen alle Beteiligten.
Rechtlich wird es eng: Melodiefetzen sind nur bedingt schützbar, doch das lateinamerikanische Urheberrecht kennt die Figur der „musikalischen Essenz“. Wenn der Nachweis gelingt, dass Produzenten Zugriff auf Saras Demo hatten, droht ein Schadenersatzprozess in Millionenhöhe – und ein Imageschaden, der sich nicht mit Streaming-Rekords wieder wettmachen lässt.
Derweil jagt auf TikTok ein Hashtag den nächsten: #SaraoVSShakira verzeichnet 38 Millionen Aufrufe binnen 48 Stunden. Die Streitparteien? Bleiben cool. Shakira postet weiter Tanz-Clips, Anitta lacht sich im Live-Stream über „Zufälle“ – und Sarao sammelt Follower, als gäbe es kein Morgen. Der Song selbst läuft weiter rauf und weg, doch jeder Stream klingt plötzlich wie ein kleines Geständnis.
Fakt ist: Choka Choka wird nicht mehr der unumschränkte Sieger der Sommercharts sein. Er ist jetzt ein Fall für Juristen, Meme-Schöpfer und Millionen Zuhörer, die entscheiden, ob Zufall oder Diebstahl die lauteste Sprache spricht. Der nächste Move gehört Sony – und der wird teuer.
