Shai wirft lakers in die schublade – ohne luka und lebron keine chance
Oklahoma City hat die entstellten Lakers mit einem 123:87 in die Realität zurückgeholt. Die Stars fehlten, die Hoffnung schon nach zwölf Minuten erloschen.
Doncic sitzt in madrid, lebron auf der bank – und die thunder jagen 36 punkte vorsprung
Crypto.com Arena, 19:30 Uhr Ortszeit. Die Halle war halb leer, die Stimmung halb tot. Die Ansage der Aktiven klang wie ein Scherz: kein Luka Doncic, kein LeBron James, kein Austin Reaves. Was blieb, war ein Kader, der gegen Shai Gilgeous-Alexander und seine Thunder nur mit ansehen konnte, wie sich ein 18-Punkte-Defizit zum Ende des zweiten Viertels auftürmte und nach der Pause zur 36-Punkt-Klatsche anschwoll.
Die erste Viertelstunde trügte. Die Lakers hielten mit Energie, Drew Timme traf seinen ersten drei Würfe, und für 180 Sekunden sah es aus, als könnten sie den Absturz aufhalten. Dann schaltete Oklahoma einen Gang höher, presste die isolierten Ballhandler, zwang acht Turnovers in Folge und verwandelte jeden Fastbreak in einen Dunk. Rui Hachimura war mit 15 Punkten zwar bester Laker, doch seine Punkte fielen, als das Spiel längst entschieden war – Statistik-Padding in Reinform.
Gilgeous-Alexander brauchte keine Show, nur Effizienz: 25 Punkte bei 10/15 FG, dazu sieben Assists und das Gefühl, das Spiel im Parkmodus zu bestreiten. Die Thunder warfen 54 % aus dem Feld, 42 % von draußen, gewannen alle 50/50-Balls und outreboundeten LA um zwölf. Die Lakers? 18/56 nach dem Seitenwechsel, 4/21 jenseits des Bogens, null Flow, null Antwort.

Redick sucht neun spieler mit herz – und streitet sich mit vanderbilt
JJ Redick stand nach dem Buzzer am Rande des Spielfelds, die Arme verschränkt, als hätte er gerade eine Autopsie verfolgt. „Wir müssen in den letzten drei Spielen neun Kerle finden, die bereit sind, sich zu verbeißen“, sagte er. „Heute haben wir 18 Minuten lang gekämpft, dann war Schicht im Schacht.“
Der Coach kritisierte offen Rui Hachimura: „Er traf ein paar Körbe, aber er erledigte seine Aufgaben nicht.“ Wenige Minuten später eskalierte ein Wortgefecht mit Jarred Vanderbilt, das Kameras einfingen. Redick winkte ab: „Nichts Persönliches, nur Frustration.“ Die Frustration trägt jetzt ein Gesicht – und sie hat nur noch vier Spiele Zeit, sich zu legen.
Die Lakers rutschen auf Platz neun der West-Conference, ihr direkter Play-off-Platz schmilzt von Woche zu Woche. Die Thunder feiern ihre siebte Serie-Niederlage der Saison und blicken gelassen auf die Postseason. Für LA bleibt die Erkenntnis: ohne ihre Superstars sind sie ein Lottery-Team, das selbst gegen eine gelangweilte Elite keine 90 Punkte erzwingen kann. Die Uhr tickt, die Verletztenliste bleibt lang – und die Schmach von 87:123 wird noch lange in den Köpfen der verbliebenen Lakers nachhallen.
