Sevilla-deal am rande des abgrunds: ramos' wendung löst zorn aus!
Ein Transfer, der sich zähsträut und nun in einem regelrechten Medienrummel endet: Der Verkauf des FC Sevilla an eine internationale Investorengruppe unter der Führung von Sergio Ramos steht offenbar vor dem Aus. Nur noch zwei Tage verbleiben, bis das Exklusivitätsfenster am 31. Mai ausläuft, und die Verhandlungen sind in einer dramatischen Phase angelangt.
Ramos' bomben-ankündigung: was steckt hinter der neuen strategie?
Die Situation ist so angespannt, dass Sergio Ramos selbst für Montag eine Pressekonferenz in einem Hotel der andalusischen Hauptstadt anberaumt hat. Der frühere Nationalspieler plant, die Hintergründe seiner überraschenden Neuerung zu erläutern und Informationen preiszugeben, die, wie aus seinem Umfeld verlautet, die aktuellen Entscheidungsträger des Vereins in ein schlechtes Licht rücken könnten. Die bisherigen Verkäufer reagieren mit blankem Zorn auf das plötzliche Umdenken und bezeichnen das neue Angebot von Ramos als „das schlechteste Angebot überhaupt.“
Bisher basierte die Vereinbarung auf einem Rahmen, der im Januar unterzeichnet wurde: Der Kauf von 85 Prozent der Anteile für 275 Millionen Euro, die Übernahme von 85 Millionen Euro Schulden und eine Kapitalerhöhung von 80 Millionen Euro (insgesamt 440 Millionen Euro). Doch das neue Angebot vom vergangenen Mittwoch hat die Situation grundlegend verändert, obwohl der Verein erst vor wenigen Wochen bereit war, den Zahlungsplan anzupassen, um den Einstieg zu erleichtern.

Der mexikanische twist: ein immobilien-riese im visier?
Im Zentrum der jüngsten Wendung steht der überraschende Rückzug des argentinischen Fonds Five Eleven Capital aus der ersten Reihe – ein Fonds, der am Montag noch einen Entwurf für den Kaufvertrag verschickte. Stattdessen soll der mexikanische Konzern Grupo DMI, ein Immobilienriese unter der Leitung von Álvaro Leaño, ins Spiel gebracht werden. Der Konzern wird durch den Rechtsanwalt Roberto Álvarez vertreten. Alarm schlug in Nervión, als bekannt wurde, dass Grupo DMI bereits erfolglos versucht hatte, beim FC Valencia Fuß zu fassen, angezogen vom Geschäft rund um das Estadio Mestalla. Peter Lim, der Mehrheitsaktionär des Valencia, hatte damals jedoch eine klare Absage erteilt.
Da der FC Sevilla im Vergleich zum Valencia ein weniger weit fortgeschrittenes städtisches Erbe aufweist – insbesondere hinsichtlich der Umgestaltung des Ramón Sánchez-Pizjuán und der Erweiterung des Sportgeländes – bestehen Vermutungen, dass DMI in den Verein eindringen will, um von potenziellen Immobilien-Gewinnen in Millionenhöhe zu profitieren. Mit diesem umstrittenen Partner im Rücken vollzog Ramos die Änderung des Angebots beim Erwerb der Anteile und sicherte sich die Kontrolle über 42 Prozent des Vereins. Anschließend sank das Kaufangebot für die aktuellen Eigentümer auf 100 Millionen Euro für 32.000 Aktien, wodurch die Minderheitsaktionäre aus der Gleichung fielen.
Das Umfeld von Sergio Ramos verteidigt die neue Struktur und argumentiert, dass der FC Sevilla sich in einer „technischen Insolvenz“ befinde. Daher sei es notwendig, dass ein Großteil des Geldes direkt in die Kassen des Vereins fließt, anstatt an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Sie versprechen, den Rest der Titel innerhalb von ein bis zwei Jahren zu erwerben. Allerdings beteuern die Verantwortlichen des FC Sevilla die wirtschaftliche Solidität des Vereins bis zum Jahr 2030 und stützen sich dabei auf offizielle Audits.
Die Vorschriften der Liga-Finanzkontrollsatzung würden das Angebot von Sergio Ramos zunichte machen. Gemäß Artikel 82 ist die Kapitalerhöhung zur Verbesserung des „Limit Coste de Plantilla Deportiva“ auf 25 Prozent des Geschäftsvolumens des Vereins begrenzt. Die ursprünglich vereinbarten 80 Millionen Euro hätten somit lediglich 30 Millionen erreicht, während die nun angebotenen 120 Millionen Euro keinen zusätzlichen Nutzen für die Spieleranmeldungen bringen, sondern lediglich den Anteil des Käufers erhöhen würden.
A priori war für diesen Freitag, den 29. Mai, ein Gang zu Notaren zur Unterzeichnung des Kaufvertrags geplant. Nach dem Zusammenbruch öffnet sich nun ein neues juristisches Szenario. Wie ElDesmarque berichtet, sehen die großen Aktionäre keine weiteren Gespräche vor und gehen davon aus, dass die Gruppe von Ramos einen eklatanten Vertragsbruch begangen hat. Sie bereiten bereits eine rechtliche Aufforderung vor, um vom Ex-Spieler eine Geldstrafe von 500.000 Euro sowie die entstandenen Kosten, einschließlich aller Verfahrenskosten und Anwaltsgebühren, einzufordern.
