Sevilla zieht juan iglesias an bord: instagram-story verrät wechsel
Ein Selfie, zwei Lächeln, drei Worte: „Éxito en Sevilla“. Was Marcos Mazzuka am Dienstagnachmittag in seiner Instagram-Story postete, war keine Ferien-Floskel, sondern die verfrühte Ankündigung eines Transfers, den niemand mehr abstreiten kann. Getafe-Rechtsverteidiger Juan Iglesias sitzt daneben, gibt sich gelöst, leitet die Aufnahme kurz darauf selbst weiter – und löscht sie sekunden später wieder. Gelöscht, aber nicht vergessen: Der Deal mit dem Sevilla FC gilt als durch.
Seit januar kursiert das gerücht, nun ist es realität
Der 27-Jährige, dessen Vertrag bei den Azulones Ende Juni ausläuft, steht vor der wichtigsten Weiche seiner Karriere. Nach sieben Jahren, 173 Pflichtspielen und einer Reifezeit, die ihn vom talentierten Flügelläufer zum stabilen Abwehrbollwerk reifen ließ, wird Iglesias die Madrilenier verlassen. Der Weg führt nach Andalusien – unabhängig davon, ob Sevilla am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt perfekt macht oder in die zweite Rutsche rutscht.
Der Klub plant längst mit ihm. Intern ist der Medizincheck für die kommende Woche terminiert, die Grundzüge eines Dreijahresvertrags stehen. Keine Leihe, kein Tausch, kein Risiko. Sportdirektor Víctor Orta sieht in Iglesias den hybriden Außenverteidiger, den Trainer Quique Sánchez Flores seit Monaten fordert: zweikampfstark, laufintensiv, in der Lage, sowohl im klassischen Viererketten-System als auch in der Fünferkette die rechte Bahn zu sichern.

Von valladolid über logroñés zum ramón sánchez-pizjuán
Iglesias’ Vita liest sich wie ein Lehrbuch des modernen Spanien-Fußballs. 2017 stieg er mit dem Real Valladolid in die Segunda División auf, wechselte dann zum UD Logroñés, um Spielpraxis zu sammeln, und landete 2018 schließlich in Getafe. Unter José Bordalás avancierte er zum Stammspieler, überstand den Trainerwechsel zu Michel, überstand die Gruppenphase der Europa League 2020, überstand Relegationsängste und Verletzungspausen. Nun folgt der nächste Schritt – und er ist kein kleiner.
Sevilla zahlt keine Ablöse, dafür investiert der Verein ein Jahresgehalt im Bereich von 1,8 Millionen Euro brutto. Für Iglesias bedeutet das eine Gehaltserhöhung um rund 35 Prozent. Für Getafe der Verlust eines Dauerkraftwerks, das in dieser Saison 2.176 Spielminuten sammelte – nur David Soria und Gastón Álvarez standen öfter auf dem Platz.
Die offizielle Bestätigung lässt auf sich warten. Der Klub will die Saison erst abschließen, will nicht vom Restkampfprogramm ablenken. Doch in den Büros am Sánchez-Pizjuán liegt Iglesias’ Vertrag schon unterschrieben in der Schublade. Mazzuka wusste das, drückte auf „Posten“ – und lieferte das Foto des Sommers, bevor der Sommer überhaupt begonnen hat. Getafe wird ihn vermissen. Sevilla wird ihn brauchen. Und Juan Iglesias? Der hat seinen nächsten Erfolg schon vorab in Storyform gepostet.
