Sevilla vor dem duell: castro warnt vor neuen risiken

Einem wie ausgelassenen Karneval gleicht die Stimmung in Valencia – doch Luís Castro, Coach von Los Che, lässt sich nicht blenden. Das Rückspiel gegen Sevilla FC, nur einen Monat nach dem fulminanten 0:3-Erfolg im eigenen Stadion, birgt neue Fallen. Die Andalusier haben sich neu justiert, und Castro weiß: Eine Unterschätzung wäre fatal im Abstiegskampf.

Die personalsituation: brugué fällt aus, álvarez rückt nach

Die Vorfreude auf das Spiel wird durch die Absage von Brugué getrübt. Der Mittelfeldspieler, der in den letzten Wochen an Bedeutung gewonnen hat, verpasst den Einsatz aufgrund anhaltender muskulärer Probleme. „Es ist zu früh für ihn“, erklärte Castro. „Er befindet sich in einer Art Vorbereitung, muss sich langsam herantasten.“ Als möglicher Ersatz kristallisiert sich Carlos Álvarez heraus, der im Training überzeugt hat. Ein Wechsel, den Castro wohlwollend betrachtet.

Taktische analyse: sevilla spielt nun vertikaler

Taktische analyse: sevilla spielt nun vertikaler

Castro betonte die Veränderungen im Spielstil des Sevilla FC unter dem neuen Trainer. „Sie agieren nun deutlich vertikaler, mit mehr Risiko in den eigenen Reihen“, so der Portugiese. Das bedeutet für Valencia eine neue Herausforderung: Die Abwehr muss konzentriert arbeiten und die schnellen Konter des Gegners unterbinden. Die Mittelfeldspieler müssen bereit sein, viel zu investieren, um die Räume zu schließen.

Der blick nach vorne: mehr als nur drei punkte

Der blick nach vorne: mehr als nur drei punkte

Obwohl Castro das Spiel als „einen weiteren wichtigen Schritt“ bezeichnete, ist er sich der Bedeutung bewusst. Ein Sieg würde Valencia die Möglichkeit geben, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und den Abstand zum rettenden Ufer zu verringern. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich auf die eigenen Leistungen verlassen kann“, sagte Castro. „Aber wir dürfen uns nicht zu weit nach vorne lehnen. Jeder Punkt ist jetzt entscheidend.“

Die Diskussionen um den direkten Vergleich und das Torverhältnis sind für Castro Nebensache. „Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche: Wir wollen gewinnen, egal wie.“ Die Intensität des Spiels wird hoch sein, das ist sicher. Aber die Mannschaft ist bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Denn am Ende zählt nur eines: der Klassenerhalt.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Disziplin. Castro äußerte sich kritisch zu einigen gelben Karten, die in der letzten Partie verteilt wurden. „Es ist besser, unten zu stehen als oben, wenn man sich so benachteiligt fühlt“, so Castro, der sich aber dennoch auf die Leistung seiner Mannschaft verlassen kann. Denn die Spieler wissen, was auf dem Spiel steht.

Espí: die waffe im angriff

Die gegnerische Abwehr scheint Espí mittlerweile besser zu kennen, was zu mehr Fouls führt. Castro fordert jedoch, dass das gesamte Team geschlossen agiert, um Espí in Szene setzen zu können. „Eine gute Organisation im Kollektiv ist entscheidend, damit er seine Treffsicherheit unter Beweis stellen kann.“