Sevilla taucht ins feuer: adams wird zum heißen verkaufsgut

Der Andrang beginnt. Olympique Marseille schickt Emissäre, das Büro in Nervión sitzt am Telefon, und Akor Adams schießt gerade für Nigeria gegen Polen. Zwischen den Zeilen steht nur ein Satz: 25 Millionen oder nichts.

Der preis des überlebens

Sevilla FC braucht frisches Kapital wie Luft zum Atmen. Nach der verkorksten Saison heißt die Devise: Verkaufen statt verträumen. Adams, 10 Tore und 4 Vorlagen, avancierte über Nacht vom Geheimtipp zum Goldfisch. Seine Marktwertkurve: 15 auf mögliche 25 Millionen – ein Plus, das die Bilanz retten könnte.

Doch Marseille pokert. Die Franzosen offerieren 18 Millionen plus Neal Maupay, dessen Rückholklausel von fünf Millionen verstaubt im Aktendeckel liegt. Ein Tausch, der bei den Buchhaltern in Andalusien für Kopfschütteln sorgt: Sie wollen Bares sehen, keine Eintauschgeschäfte.

Adams zwischen schuss und gegenschuss

Adams zwischen schuss und gegenschuss

Mitten im WM-Quali-Kader gefragt, hält sich der 23-Jährige bedeckt. „Ich habe nichts gehört“, sagt er zu Footy-Africa, „ich habe Vertrag bis 2029.“ Die Ruhe täuscht. Sein Beraterstab weiß: Kein Sevilla-Spieler ist diesen Sommer sicher, nicht einmal der Liebling der Südkurve.

Die Ablösesumme ist nicht verhandelbar, betont Sportdirektor Víctor Orta – zumindest nach außen. Intern rechnet man mit einem Kompromiss bei 22 Millionen plus Boni. Marseille könnte nachlegen, Lyon schnüffelt, Sadio Mané rief an, um Adams zu überzeugen. Der Markt kocht.

Ein kader im ausverkauf

Ein kader im ausverkauf

Juanlu Sánchez, Carmona, Agoumé, Vargas – alle stehen auf der gleichen Liste wie Adams. Der Klub braucht mindestens 40 Millionen, um die Löcher im Etat zu stopfen. Jeder Transfer ist ein Seilakt zwischen sportlicher Not und finanzieller Realität.

Am Ende bleibt die Frage, ob Sevilla seine Seele verkauft oder das Herz rettet. Die Antwort kommt im Juli, wenn die Kasse klingelt – oder eben nicht.