Sevilla: plaza setzt auf ungewöhnliche taktik – und droht abstiegskampf!
Ein Bild ging um die Welt: Luis García Plaza, der neue Trainer von Sevilla, dirigierte die Trainingseinheiten von einem Gerüst aus. Eine Anspielung an Luis Enrique, ein Zeichen für neue Wege? Doch hinter der ungewöhnlichen Methode verbirgt sich ein brisanter Abstiegskampf, der den Verein in Atem hält.

Die ungewöhnliche trainingsmethode des trainers
Die Szene, die die Fußballwelt kurz aufhorchen ließ, erinnerte unweigerlich an die unorthodoxen Methoden von Luis Enrique. Doch während dieser seine Spieler von einem Podest aus inspirierten, schien Plaza auf dem Gerüst vor allem die Übersicht zu gewinnen. Ein taktischer Schachzug, um die Trainingsfortschritte besser zu verfolgen? Oder ein Versuch, die Spieler durch eine ungewohnte Umgebung zu motivieren? Die Frage bleibt offen.
Nach zwei mageren Punkten aus zwei Spielen – eine Niederlage in Oviedo und ein glücklicher Sieg gegen AtléticoMadrid – steht der Druck für den Madrilenen enorm hoch. Die Zeit drängt, um die Mannschaft zu stabilisieren und den Abstiegskampf zu gewinnen. Sevilla liegt mit nur zwei Punkten Vorsprung auf dem rettenden Ufer, die Lage ist ernst.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 39 erzielte Tore bei 51 Gegentreffern. Ein Torverhältnis von -12. Sevilla gehört zu den schwächsten Offensiven und den anfälligsten Defensiven der Liga. Die Balance muss stimmen, Fehler minimiert und die Offensive entfesselt werden. Die Einführung der taktischen „Pizarra“ (Schwarzes Brett) durch Plaza, mit der er die Spielzüge analysiert und mit den Spielern bespricht, scheint erste Erfolge zu zeigen – der Sieg gegen Atlético Madrid war ein Beweis dafür, insbesondere der Eckstoß von Vargas, der von Gudelj per Kopf ins Netz befördert wurde.
Allerdings offenbart die körperliche Verfassung der Mannschaft Nachholbedarf. „Wir brauchen Mut, um die Anstrengungen zu gehen“, klagte Plaza nach dem Spiel gegen Atlético. „Juanlu und Gudelj haben mich gebeten, sie auszuwechseln. Sie werden sich an die neuen Belastungen gewöhnen müssen.“ Eine Rotation der Mannschaft wird unumgänglich, besonders angesichts der anstehenden Auswärtspartien.
Der kommende Ligaeinsatz gegen Levante am Donnerstagabend wird entscheidend sein. Drei Punkte sind Pflicht, um den Abstand zur Gefahrenzone weiter auszubauen und die Nerven der Anhänger zu beruhigen. Sevilla muss sich beweisen, dass die ungewöhnliche Taktik von Plaza und die taktischen Anpassungen Früchte tragen.
Die Saison ist noch lang, aber die Zeichen stehen auf Kampf. Ob Plaza mit seinem unorthodoxen Ansatz den Abstiegskampf gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Sevilla braucht jetzt mehr als nur ein Gerüst – es braucht eine kämpfende Mannschaft und einen Trainer, der den Mut hat, neue Wege zu gehen. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob diese Kombination zum Erfolg führt.
