Sevilla: liga provokiert streit um betis-spiel!
Ein ungewöhnlicher Konflikt eskaliert in Sevilla: Bürgermeister José Luis Sanz kritisiert die LaLiga scharf für die Terminierung des prestigeträchtigen Duells zwischen Betis und Real Madrid am Freitag der Feria – einem der wichtigsten Feiertage der Stadt. Die Entscheidung löst nicht nur Unmut im Rathaus aus, sondern gefährdet auch die ohnehin angespannte Logistik während der Festlichkeiten.

Bürgermeister fordert mehr rücksprache mit der stadt
In einem Interview auf der Radiosendung „Cope“ äußerte Sanz seinen Unmut über die einseitige Vorgehensweise der Liga. Er bemängelt, dass die Liga den Ayuntamiento von Sevilla nicht konsultiert habe, bevor sie das Spiel an diesem Termin festlegte. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Liga uns gefragt hätte, ob dieser Termin angemessen ist“, so Sanz. Die Feria sei eine Zeit, in der die Stadtverwaltung erhebliche Ressourcen einsetzen müsse, und die gleichzeitige Durchführung eines Spiels mit hoher Besucherzahl stelle eine enorme Belastung dar.
Ein kritischer Punkt ist die Logistik: Die Feria erfordert ein umfangreiches Shuttle-System, um die Besucher zu den verschiedenen Veranstaltungsorten zu bringen. Dieses System darf nicht beeinträchtigt werden. Während der Stadionbesucher natürlich versorgt werden, weist Sanz darauf hin, dass die Ressourcen der Stadtverwaltung, wie die jeder anderen Verwaltung, begrenzt sind. Er betont, dass die Liga nicht nur die Vereine, sondern auch die Kommunen in solche Entscheidungen einbeziehen müsse.
Ursprünglich war das Spiel für den 24. April angesetzt worden, da Real Madrid möglicherweise noch die Chance auf das Erreichen des Champions-League-Halbfinales hatte. Nach dem Ausscheiden der Madrilenen entschied sich die Liga jedoch gegen eine Terminänderung und behielt den Freitag der Feria bei. Diese Entscheidung hat nun zu der hitzigen Debatte geführt.
Sanz kündigte an, dass der Tag für die Stadtverwaltung bereits eine große Herausforderung darstellen wird. In der Hoffnung auf Verständnis und Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, die den betroffenen Betis-Fans entstehen könnten, forderte er eine grundsätzliche Überprüfung der Entscheidungsprozesse der Liga. Einmal mehr betonte er, dass die Liga künftig die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen müsse, nicht nur die der beiden teilnehmenden Mannschaften.
